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Tag der Rückengesundheit: vor allem Frauen betroffen

Pünktlich zum Tag der Rückengesundheit hat das Robert Koch-Institut eine neue Studie veröffentlicht. Demnach sind Frauen hierzulande häufiger mit Rückenschmerzen geplagt als Männer. Wie kommt‘s?

Verflixt, mein Rücken tut s**weh!

Der 15. März ist Tag der Rückengesundheit. Da passt es gut, dass das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell eine neue Studie zum Thema Rücken- und Nackenschmerzen veröffentlicht hat. Sie zeigt, dass Rückenschmerzen nach wie vor eine Volkskrankheit sind, die mehr als die Hälfte der Befragten plagt. Und: Frauen leiden häufiger an Rücken- und Nackenschmerzen als Männer. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der Studie im „Journal of Health“ des RKI.

Schmerzzentrum unterer Rücken

Für die Studie wurden rund 5.000 erwachsene Männer und Frauen im Zeitraum zwischen Oktober 2019 und März 2020 befragt – also noch zu einer Zeit, in der sich die Corona-Pandemie erst entwickelt hat. Schon hier gaben 61 Prozent der Befragten an, dass sie in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal Rückenschmerzen hatten. Bei den Frauen lag dieser Anteil bei 66 Prozent, bei den Männern bei 56 Prozent.

Geht es um Nackenschmerzen, zeigt sich ebenfalls ein deutlicher Unterschied: Insgesamt sagten rund 46 Prozent der Befragten, dass sie unter Nackenschmerzen leiden – bei den Frauen lag die Quote bei 55 Prozent, bei den Männern bei 36 Prozent.

Ein chronisches Rückenleiden, das über Monte geht und täglich Schmerzen bereitet, haben laut Studie rund 18,5 Prozent der Frauen und 12,4 Prozent der Männer. Insgesamt zeigt die Studie, dass Rückenschmerzen im unteren Rücken etwa doppelt so häufig vorkommen wie im oberen Rücken.

Warum trifft es Frauen öfter?

Die Gründe für Rückenbeschwerden sind vielfältig. Laut RKI zählen dazu Fehlbelastungen oder Erkrankungen, die Knochen, Gelenke, Bindegewebe, Muskeln oder Nerven in Mitleidenschaft ziehen. Rückenschmerzen können aber auch durch mangelnde Muskelkraft ausgelöst werden – eventuell ein Grund dafür, dass Männer weniger Probleme haben als Frauen. Einen weiteren sehen die Autor*innen der Studie darin, dass Frauen ihren Körper häufig anders wahrnehmen würden als Männer und „tendenziell sensitiver“ auf Schmerzen reagierten.

5 Tipps für einen gesunden Rücken

Wenn du deinem Rücken etwas Gutes tun willst, kannst du es damit versuchen:

  1. Beweg dich: Regelmäßige Bewegung und Rückenübungen stärken dein Muskelkorsett und das stützt deine Wirbelsäule. Dadurch wird Druck von den Wirbeln genommen. Zwei- bis dreimal pro Woche Rücken- und Dehnungsübungen, Joggen und Spazierengehen helfen dabei. Verspannter Nacken? Probier‘s mal mit unseren Übungen.
  2. Achte auf eine gesunde Lebensweise: Hat nix mit Bodyshaming zu tun – starkes Übergewicht belastet auch den Rücken.   
  3. Gönn dir Ruhe und Wärme: Oft werden Rückenbeschwerden durch verspannte Muskeln ausgelöst. Dann hilft ein warmes Bad, ein Wärmekissen oder eine Heizdecke, um die Muskeln zu lockern.
  4. Versuch, Stressvampire zu eliminieren: Stress erhöht die Muskelspannung. Wer zu viel davon im Arbeits- oder Privatleben hat, erhöht sein Risiko für Rückenschmerzen deutlich.
  5. Geh zum Arzt: Wenn du unter immer wiederkehrenden Rückenschmerzen leidest, solltest du abklären lassen, woran es liegt. Möglicherweise veranlasst der Arzt nach deiner körperlichen Untersuchung, dass deine Wirbelsäule geröntgt wird oder du zu einem anderen bildgebenden Verfahren geschickt wirst. Manchmal helfen auch Schmerzmittel, die du aber mit dem Arzt besprechen solltest.