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Corona-Krise: Freiheit und Zufriedenheit im eigenen Garten

Gärtnern macht glücklich – diese Weisheit gilt auch während der Corona-Krise. Eine Studie der Hochschule Geisenheim zeigt, dass Gartenbesitzer den Lockdown zufriedener erlebt haben.

Gartenbesitzer sind zufriedener

Der Frühling ist normalerweise die Jahreszeit, die uns nach draußen zieht, um die ersten warmen Sonnenstrahlen in Cafés, Biergärten oder Freizeitanlagen zu genießen. Anders in diesem Jahr: Wir haben den Frühling lediglich bei Spaziergängen, Sport im Freien – oder eben im eigenen Garten erlebt.

Um herauszufinden, wie sich diese massiven Einschränkungen auf die allgemeine Lebenszufriedenheit auswirken und welche Bedeutung Gärten und Grünanlagen in dieser Zeit haben, hat die Hochschule Geisenheim 495 Personen in ganz Deutschland befragt. Das Ergebnis: Gartenbesitzer sind im Durchschnitt zufriedener mit ihrem Leben als Personen ohne eigenes Grün.

Dieser Unterschied lässt sich auch darauf zurückführen, dass Gartenbesitzer in der Regel ein höheres Einkommen haben, so die Autoren der Studie. „Aber wir können erkennen, dass aktuell die Nutzung sowohl von privaten Gärten als auch von öffentlichen Grünanlagen einen positiven Einfluss auf die Lebenszufriedenheit haben,“ so Professor Dr. Kai Sparke und Dr. Mira Lehberger von der Hochschule Geisenheim.

Gärten und Grünanlagen wichtiger als zuvor

Laut der Studie hat für 75 Prozent der Gartenbesitzer der eigene Garten einen sehr hohen Stellenwert. Über die Hälfte dieser Gruppe gaben sogar an, dass ihnen der Garten in diesem Jahr wichtiger ist als im Vorjahr. Aber auch für Menschen ohne eignen Garten spielt Grün eine wichtige Rolle: Für 60 Prozent sind Parks oder Wälder aktuell wichtig oder sehr wichtig. Auch hier hat für über die Hälfte der Gruppe die Bedeutung in diesem Jahr noch mal zugenommen.

Im Durchschnitt sind alle Befragten rund zehn Stunden pro Woche im Freien, um Sport zu treiben oder sich zu erholen. Bei Gartenbesitzern kommen noch mal circa acht Stunden hinzu. Sie sind also fast doppelt so lange an der frischen Luft.

Freiheit trotz Lockdown

Dass die eigene Scholle für viele während des Lockdowns auch ein Stück „Freiheit“ ist, zeigt die Studie ebenfalls. Denn dieser Begriff wurde mit Abstand am häufigsten genannt, gefolgt von „Erholung“ und „Entspannung“, die auch andere Befragte für das öffentliche Grün wählten. „Es war also richtig und wichtig, dass während der Kontaktsperre Grünanlagen weitestgehend zugänglich geblieben sind, so dass sie ihre positive körperliche und mentale Wirkung entfalten konnten“, schließen Sparke und Lehberger daraus.

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