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Wichtige Impfungen trotz Corona wahrnehmen

Impfungen schützen vor Infektionskrankheiten. Experten raten daher, wichtige Schutzimpfungen auch während der Corona-Pandemie nicht zu vernachlässigen. Das gilt für Babys und Kleinkinder ebenso wie für Erwachsene.

Schutzimpfungen sind jetzt besonders wichtig

Die Verunsicherung ist groß: Soll ich jetzt wirklich einen Termin beim Arzt vereinbaren, um mich oder mein Kind impfen zu lassen? Ja, sagen die Experten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat anlässlich der Europäischen Impfwoche appelliert, Schutzimpfungen während der Corona-Pandemie nicht zu vernachlässigen.

Impfungen schützen

Wer umfassend geimpft ist, schützt sich selbst und andere. Das ist in Pandemiezeiten besonders wichtig, um die Ausbreitung von schweren Infektionskrankheiten wie Masern, Keuchhusten oder Pneumokokken zu verhindern. Besonders Babys und Kleinkinder sollten alle von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfohlenen Impfungen fristgerecht bekommen.

Angst vor einer COVID-19-Ansteckung in der Kinderarztpraxis brauchen Eltern nicht zu haben, so der BVKJ. Die Hygienepläne seien deutlich verschärft worden. Außerdem plane das Praxispersonal die Termine so, dass es möglichst wenig Kontakt zu anderen Familien gibt. Deshalb sollten Terminabsprachen in jedem Fall telefonisch erfolgen.

Impfempfehlungen für Schwangere und Senioren

Keuchhusten kann für Neugeborene und Säuglinge lebensgefährlich werden. Deshalb sollten sich schwangere Frauen ab der 28. Schwangerschaftswoche gegen Keuchhusten impfen lassen. Das Ungeborene bekommt so über das Blut der Mutter einen vorübergehenden „Nestschutz“. Dieser hält dann so lange, bis das Baby selbst geimpft werden kann.

Zudem empfiehlt die STIKO Schwangeren, Personen ab 60 Jahren und Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes, sich gegen Grippe (Influenza) und Pneumokokken impfen zu lassen. Beide Infektionen können unter anderem zu schweren Lungenentzündungen führen und lebensbedrohlich sein.