Kategorien
News

Warnung vor Bambusgeschirr

Die Verbraucherzentralen warnen vor Schadstoffen in Kunststoffgeschirr mit Beimischung von Bambus oder anderen Naturfasern. Die Benutzung von Bambusgeschirr sei potentiell gesundheitsgeährdend. Der Apell lautet: auf keinen Fall weiter benutzen!

Verhängnisvoller Mix aus Natur und Kunststoff

Da möchte man umweltpolitisch korrekt und gesund seinen Kaffee aus Mehrwegbechern trinken und handelt sich dadurch gefährliche Schadstoffe ein. So wie Wachstücher, wir berichteten, sich nicht fürs gesunde Verpacken von Lebensmitteln eignen, so stellt sich nun heraus, dass auch Plastikbecher und Teller mit Bambus ungesunde Stoffe enthalten. Wer nach umweltfreundlichen und gesunden To-go-Mehrwegbechern sucht, sollte auf keinen Fall zu einem Mix aus Kunststoff- und Naturfasern wie Bambus-, Reis-, Weizen- oder Maisstärke als Füllstoff greifen. Die Produkte seien, so die Verbraucherzentralen: „potenziell gesundheitsschädlich und ihr Verkauf unzulässig. Sie sollten deshalb flächendeckend zurückgerufen werden“. 

Bambusgeschirr nicht lebensmittelecht

Eigentlich ist Bambus-Kunststoffgeschirr nicht für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen. Denn: Auch wenn Kunststoffen Naurfasern beigefügt werden, enthalten sie durch ihren Plastikanteil potenziell krebserregendes Formaldehyd  und Melamin. Bei Kontakt mit heißen Getränken und Speisen kann es zum Übertritt von Schadstoffen in Lebensmittel kommen.

Gesunde Alternativen gesucht

Für ungetrübten Kaffeegenuss eignen sich Materialien, die inert sind und keine Stoffe abgeben, also beispielsweise Keramik, Porzellan oder Edelstahl.

Übrigens: Auch der Gebrauch von Einweg-To-Go-Bechern aus Pappe ist bedenklich. Die Becher haben innen einen Plastiküberzug, damit sie nicht aufweichen und werden mit einen Plastikdeckel geschlossen.

Länger bekannt, nichts passiert

Von gesundheitsgefährdenden Grenzwertüberschreitungen habe bereits 2014 das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Stuttgart berichtet, darauf weisen Verbraucherschützer hin. Stiftung Warentest widmete sich 2019 Bambusbechern und kam zum Ergebnis: „Die meisten setzen hohe Mengen an Schadstoffen frei“.

Ende 2020 haben die Überwachungsbehörden auch begonnen, Bambusgeschirr auf Kunststoffbasis vom Markt zu nehmen. Dieser Vorgang sei aber immer noch nicht abgeschlossen, weil nach wie vor potenziell gesundheitsgefährdende Produkte in Geschäften und im Internet-Handel zu kaufen seien.