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U-Untersuchungen – ab jetzt gelten neue Regeln

Eltern, die demnächst einen Vorsorgetermin für ihr Kind haben, können diesen auch zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Die neuen, flexiblen Zeitspannen gelten ab der U6 bis zur U9.

Um Kinder und Eltern keinem unnötigen Infektionsrisiko auszusetzen und die Arztpraxen zu entlasten, gelten bei den Vorsorgeuntersuchungen für Kinder ab sofort neue Regeln. Eltern und Ärzte können die Termine ab der U6, die normalerweise zwischen dem zehnten und zwölften Lebensmonat stattfindet, auch später nachholen. Für die U2 bis U5 bleibt alles wie bisher: Hier ist es medizinisch sinnvoll, dass die Kinder im vorgegebenen Zeitraum untersucht werden.

Der Beschluss wurde von der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) getroffen und ist zunächst bis Ende September 2020 gültig.

Warum gibt es U-Untersuchungen?

In Deutschland gibt es ein spezielles Vorsorgeprogramm für Kinder und Jugendliche. Es startet mit der U1 direkt nach der Geburt und begleitet Kinder bis zur Pubertät. Besonders in den ersten Lebensjahren sind die U-Untersuchungen sehr eng getaktet. Kinderärztinnen und -ärzte kontrollieren regelmäßig die gesunde Entwicklung des Kindes und können so gesundheitliche Probleme frühzeitig erkennen. Die Termine sind in der Regel an einen gesetzlich festgelegten Zeitraum gebunden. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Früherkennungsuntersuchungen inklusive der von der STIKO empfohlenen Impfungen für Kinder und Jugendliche.