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Baden, grillen, toben: Tipps für mehr Kindersicherheit im Sommer

Nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zieht es viele Familien wieder nach draußen. Auf dem Spielplatz toben, grillen und baden stehen hoch im Kurs. Die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ macht auf Risiken aufmerksam und mahnt Eltern zur Wachsamkeit.

Kindersicherheit: unbeschwert durch den Sommer

Zum bundesweiten Tag der Kindersicherheit am 10. Juni rückt die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) „Mehr Sicherheit für Kinder e. V.“ das Thema wie gewohnt in den Blickpunkt und gibt Eltern wertvolle Tipps. Der Fokus liegt dabei auf den Risiken, denen Kinder im Sommer vermehrt ausgesetzt sind. „Damit wir unbeschwerte Momente genießen können, sollten wir uns stets der Risiken bewusst sein, die sommerliche Freizeitaktivitäten für Kinder mit sich bringen“, erklärt Stefanie Märzheuser, Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft.

Kinder beim Schwimmen nicht allein lassen

Ertrinken sei bei kleinen Kindern eine der häufigsten Unfallursachen, die zum Tode führen, mahnt Märzheuser. Gefahren lauerten dabei nicht nur an Flüssen und Badeseen oder am Meer, sondern auch an Orten, die auf den ersten Blick unbedenklich erscheinen. Selbst das Planschbecken oder die Regentonne im Garten kann für kleine Kinder gefährlich werden.

Das Fatale daran: Badeunfälle laufen meist lautlos ab und werden daher häufig erst zu spät bemerkt. Erwachsene müssen deshalb wachsam sein und kleine Kinder beim Planschen und Schwimmen stets im Augen behalten. Gerade bei Nichtschwimmern gilt: Kind nicht allein ins Wasser lassen, dicht neben ihm bleiben oder es mit einem festen Griff sichern.

Abstand und Finger weg von flüssigen Grillanzündern

Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu zahlreichen Grillunfällen – teilweise mit schwersten Verbrennungen. Da Kinder die Gefahren, die von einem heißen Grill, einem Lagerfeuer oder von Partyfackeln und Feuerschalen ausgehen, nicht richtig einschätzen können, sollten Eltern sie darüber aufklären. Wichtig ist, dass die Kinder Abstand halten. Dabei hilft eine Sicherheitszone von zwei bis drei Metern.

Eine weitere wichtige Regel – nicht nur beim Grillen mit Kindern: keine flüssigen Anzünder wie Benzin oder Spiritus verwenden! Denn sie können Stichflammen verursachen. Empfehlenswert sind feste und geprüfte Anzünder. Doch auch die dürfen nicht in die Hände von Kindern gelangen.

Bewegung fördern, Spielgeräte kritisch prüfen

Nach den Einschränkungen durch Corona sind Spielplätze bei Kindern aktuell besonders beliebt. Eltern sollten ihre Kinder nicht in Watte packen, sondern deren Bewegungsdrang fördern. Unfälle beim Schaukeln, Klettern und Buddeln sind dabei oft durch vorausschauendes Denken und Handeln vermeidbar. Auch, was die Sicherheit der Geräte angeht, sind die Eltern gefordert. Sie sollten die Spielgeräte kritisch prüfen und etwaige Mängel umgehend an den Betreiber melden.