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Gehirnjogging mit Mathe

Die meisten Schülerinnen und Schüler tun sich schwer mit der Mathematik, vor allem in der Oberstufe. Dabei kann man Gehirnjogging mit Mathe machen. Denn wer sich in der Jugend mit mathematischen Problemen beschäftigt, verbessert seine Gehirnentwicklung.

Horrorfach Mathe?

Kompliziert, abstrakt und wirklichkeitsfern, so empfindet es die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler. Dabei könnte Mathematik – auch höhere Mathematik – durchaus eine interessante Disziplin sein. Man müsste die Jugendlichen nur besser dazu motivieren. Beispielsweise so: Mit Mathematikaufgaben lässt sich messbar das Gehirn trainieren. Frei nach dem Motto: Sport ist gut für den Körper und Mathe fürs Gehirn.

Mathematik als Brainbooster

Das ist doch mal eine gute Nachricht zum Start des neuen Schuljahres. Und vielleicht hilft es auch, das Hass-Fach Nummer eins in neuem Licht zu sehen. Denn jetzt gibt es tatsächlich wissenschaftliche Unterstützung, die Mathe als Verstärker der neuronalen Vernetzung ausgemacht hat. Eine Studie aus England kommt zu dem interessanten Schluss, dass die Naturwissenschaft sogar die Fähigkeit zur neurologischen Optimierung unseres Gehirns besitzt – also eine Art Gehirnjogging mit Mathe.

Wenig Bildung, wenig Neurotransmitter

In der vorliegenden Studie untersuchten Forscher der Universität Oxford die Auswirkungen einer fehlenden Mathematikausbildung auf die Gehirnentwicklung und die zukünftigen Leistungen. Mittels Magnetresonanzspektroskopie scannten die Wissenschaftler den mittleren Frontallappen der Gerhinrinde und den seitlichen Parietallappen, zwei Schlüsselregionen, die am Rechnen beteiligt sind.

Jugendliche, denen es an Mathematikunterricht mangelt, zeigten eine Abnahme des Neurotransmitters GABA im Vergleich zu den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern, die weiterhin Mathematikunterricht erhielten. Zum Hintergrund: In Großbrittannien ist es möglich, Mathematik in der Schule mit 16 Jahren abzuwählen.

Höhere Mathematik wird gebraucht

Bildung hat einen langfristigen Einfluss auf das Leben von Menschen. Sie kann beispielsweise Erfolg im Beruf und Anerkennung bringen. Was Bildung auf biologischer Ebene in unserem Gehirn bezüglich der kognitiven Entwicklung bewirkt, darüber wussten wir bislang nur recht wenig.

Nun scheint aber erstmals eine Bestätigung für die Vermutung gefunden zu sein, dass logisches Denken und kognitives Lernen eine Rolle bei der Vernetzung von Neuronen spielt. Demnach lernt man Mathe fürs Gehirn. Und umgekehrt scheint sich eine mangelnde mathematische Bildung negativ auf die Gehirnentwicklung auszuwirken.

Wer also der Meinung ist, die Grundrechenarten seien ausreichend für den Rest des Lebens, der wird niemals sein volles geistiges Potenzial ausschöpfen können. Das legen zumindest die Studienergebnissen aus Oxford nahe.

Aufgaben fürs Gehirn