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Stillen – trotz Corona-Infektion

Mütter, die mit Corona infiziert sind, können ihre Babys trotzdem weiterstillen. Derzeit gibt es keine Hinweise, dass das Covid-19-Virus durch die Muttermilch auf das Baby übertragen wird.

Bei schwangeren Frauen und stillenden Müttern scheint eine Corona-Infektion zu keinen schweren Krankheitsverläufen zu führen. Auch bei Babys und Kindern äußert sich die Krankheit meist in abgeschwächter Form. Das ergibt sich aus den Daten, die das Robert Koch-Institut (RKI) sammelt.

In der Muttermilch wurde das Covid-19-Virus noch nicht nachgewiesen. Die Nationale Stillkommission rät daher auch erkrankten Müttern, ihre Kinder weiter zu stillen. Die Abwehrstoffe in der Muttermilch stärken das kindliche Immunsystem und schützen generell vor Infekten.

Corona und Stillen: Hygiene ist wichtig

Bei Kontakt zu Säuglingen gilt: Hände immer sorgfältig waschen. Weil sich das Corona-Virus durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen überträgt, sollten erkrankte Mütter beim Stillen sicherheitshalber einen Mundschutz tragen. Das gilt auch für Familienmitglieder, die das Baby mit dem Fläschchen füttern. Fläschchen, Sauger, Milchpumpe und Schnuller unbedingt vor Gebrauch sterilisieren und Oberflächen – besonders in Bad und Küche – stets gut reinigen.

Warum Experten das Stillen empfehlen

  • Muttermilch schützt das Baby vor Infektionen wie Durchfallerkrankungen und Mittelohrentzündungen.
  • Sie ist auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt: Wenn es wächst und mehr Nährstoffe braucht, passt sich die Muttermilch in ihrem Nährstoffgehalt an.
  • Die Fettsäuren in der Muttermilch sind wichtig für die Entwicklung des kindlichen Gehirns.
  • Muttermilch kostet nichts, hat immer die richtige Temperatur und ist hygienisch einwandfrei.
  • Ihr Kind trinkt so viel, wie es braucht. Diese Menge wird wieder nachproduziert. Dadurch fördert Stillen die Appetitregulation.
  • Muttermilch lässt sich abpumpen und tiefgekühlt längere Zeit lagern.
  • Stillen ist auch für die Mutter gesund: Es unterstützt die Rückbildung der Gebärmutter und kann Krebserkrankungen wie Brustkrebs oder Eierstockkrebs vorbeugen.

Aktuelle Informationen rund um das Thema Kindergesundheit in den ersten Lebensjahren bietet das Netzwerk www.gesund-ins-leben.de.