Kategorien
News

Stiftung Warentest bewertet Sonnencreme für Kinder

Die Stiftung Warentest hat Sonnenschutzmittel für Kinder geprüft, darunter Sonnencreme für Kinder, Sonnenmilch sowie Sprays mit unterschiedlichem Lichtschutzfaktor. Am besten schnitten die güns­tigen Produkte ab, das teuerste fiel durch.

Sonnencreme für Kinder im Test

Nachdem das Verbrauchermagazin „Ökotest“ bereits im Juni Sonnencreme für Kinder bewertet hatte, zog die Stiftung Warentest nun nach. Sie prüfte insgesamt 17 Sonnenschutzmittel, darunter Cremes, Lotionen und Sprays mit Lichtschutzfaktor 30, 50 und 50+ und veröffentlichte die Ergeb­nisse – von sehr gut bis mangelhaft – in der Juli-Ausgabe ihrer Zeit­schrift „test“.

Während bei Ökotest der Schwerpunkt der Untersuchung auf den Inhaltstoffen lag, standen bei Stiftung Warentest Lichtschutzfaktor und Anwendung im Fokus. Die korrekte und verständliche Kennzeichnung der Produkte und ihrer Inhaltsstoffe floss bei beiden Tests mit in die Bewertung ein.

Die wichtigsten Testergebnisse:

Mit „sehr gut“ schneiden bei Stiftung Warentest die Eigenmarken der Discounter Lidl und Aldi sowie der Drogeriemarktketten Müller und Rossmann ab. Die vier besten Produkte im Test sind zugleich die günstigsten. Sie kosten zwischen 2 und 2,50 Euro pro 100 Milliliter.

Die teuerste Sonnen­creme im Test, ein Bioprodukt, kostet rund 20 Mal mehr als die Testsieger, nämlich 44 Euro pro 100 Milliliter. Sie schützt jedoch laut Stiftung Warentest nur unzu­reichend vor UVA-Strahlen. Deshalb fiel sie im Test durch und wurde von den Testern insgesamt nur als „mangelhaft“ eingestuft.

Ökotest bewertete 21 Sonnenschutzmittel für Babys und Kinder. Alle Produkte im Test waren als wasserfest gekennzeichnet und hatten mindestens Lichtschutzfaktor 50. „Ladival für Kinder“ von Stada und „Sun Dance Kids Sonnenmilch“, eine Eigenmarke der dm-Drogeriemärkte, schnitten hier am besten ab.

Sonnenschutz für Kinder: 7 Tipps

Kinder­haut ist hochempfindlich und darf im ersten Jahr weder Sonnencreme noch direkte Sonne abbekommen. Danach gelten folgende Regeln:

  1. Klein­kinder unter drei Jahren sollten nur kurz und besonders gut geschützt in die Sonne. Denn ihre Haut hat noch keinen ausreichenden Eigenschutz.
  2. Für alle Altersgruppen gilt: Die Mittagssonne meiden, also die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die Sonne am intensivsten ist.
  3. Außerdem keinen Sonnenbrand riskieren. Denn jeder Sonnenbrand, vor allem im Kindesalter, erhöht das Hautkrebsrisiko.
  4. Der beste Sonnenschutz für Kinder ist generell der Schatten. Auch entsprechende Kleidung (dicht gewebt oder mit besonderem UV-Schutz) sowie eine Kopfbedeckung sind wichtig, um empfindliche Kinderhaut zu schützen.
  5. Dazu kommt ein Sonnenschutzmittel. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt unabhängig vom Hauttyp für Kinder einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30. In den Bergen, am Wasser und im Süden ist Lichtschutzfaktor 50 sinnvoll. 
  6. Die Sonnencreme für Kinder schön dick auftragen, idealerweise schon eine halbe Stunde bevor es nach draußen geht. Dabei die Ohren, Augenlider, Lippen, Nasenrücken, Hals, Kopfhaut, Finger und Füße nicht vergessen.
  7. Regelmäßig nachcremen, damit der Sonnenschutz beim Spielen, Schwitzen oder Abtrocknen nicht verloren geht. Das gilt auch für „wasserfeste“ Produkte. Achtung: Durch das Nachcremen verlängert sich der Schutz nicht, er wird nur erhalten.

Übrigens: Alle sieben Tipps und Regeln gelten auch für Erwachsene! Und Sonnenschutz ist schon im Frühling wichtig. Denn dann ist das Risiko für Sonnenschäden besonders hoch.