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Rückenschmerzen durch Homeoffice?

Seit der Corona-Pandemie werden die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund von Rückenschmerzen durch Homeoffice krankgeschrieben. So interpretiert die Krankenkasse KKH ihre neuesten Daten zum Krankenstand.

Rückenschmerzen durch Homeoffice statt Erkältung

Nicht mehr Erkältungs-Infekte stehen ganz oben auf der Liste der Gründe, weshalb Versicherte der KKH arbeitsunfähig geschrieben werden. Stattdessen sind es Rückenprobleme, die das Ranking der Diagnosen anführen.

Lag die Anzahl der eingereichten Atteste bei Muskel-Skelett-Erkrankungen vor der Corona-Pandemie noch zwischen 15 und 16 Prozent, stieg diese auf zuletzt über 20 Prozent. Auch der Anteil der Krankschreibungen wegen Rückenproblemen an der Gesamtheit aller Fehltage nahm zu: und zwar von 22 auf über 25 Prozent im Jahr 2020. Einen ähnlichen Effekt beobachten auch andere gesetzliche Krankenkassen in Deutschland.

Pandemie fördert Rückenprobleme

Wahrscheinlich sind „Krankheiten des Atmungssystems” dank des Tragens von Mund-und-Nasenschutz sowie der Einhaltung der Hygieneregeln zurückgegangen. Und noch ein Gedanke liegt nicht fern: Die zum Teil ungesunde Arbeitssituation im Homeoffice hat sicher ihren Teil zu den Rückenproblemen beigetragen.

Zu Hause fehlten häufig ein geeigneter Schreibtisch und Bürostuhl, so die KKH. Und langes Sitzen in unge­sunder Haltung führe häufig zu Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden. Hinzu kämen psychische Belastungen, sich sich durch Verspannungen und Schmerzen zeigten. So liegen Existenzängste, die allgemeine Unsicherheit und das Gefühl des Kontrollverlusts durch die Corona-Pandemie vielen auf der Seele.

Rückenschmerzen durch Homeoffice vorbeugen

Im Homeoffice verschwimmen für viele Beschäftigte die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben. Das Beantworten von Mails und Anrufen außerhalb der Arbeitszeiten sind keine Seltenheit. Um die Arbeitszeit auch im häuslichen Bereich gesund zu gestalten, ist ein ergonomischer Arbeitsplatz sehr wichtig. Ebenso effektiv gegen Verspannungen sind kleine Auszeiten und Bewegungspausen mit Rückenübungen. Diese macht man am besten bereits bevor die Rückenprobleme auftreten.

Gut für den Rücken