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„Jung & Krebs“ – Wissen für junge Erwachsene

Eine Krebserkrankung ist ein zutiefst einschneidendes Erlebnis. Insbesondere für junge Menschen, die mit ihrer Lebens- und Zukunftsplanung noch ganz am Anfang stehen. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat für Betroffene jetzt einen Podcast gestartet.

Wieso ich?

Eine Krebserkrankung kann jeden treffen – auch in jungen Jahren. Jährlich erkranken rund 16.500 Menschen zwischen 18 und 39 Jahren an Krebs. Diese Diagnose bedeutet für sie einen riesigen Einschnitt in ihr bisheriges Leben mit unzähligen Fragen. Welche therapeutischen Schritte sind jetzt notwendig? Was bedeutet das für den beruflichen Weg und die eigene wirtschaftliche Situation? Wie steht es um einen möglichen Kinderwunsch und die Familienplanung? Das familiäre Umfeld ist mit diesen Fragen oft überfordert, die Suche nach Informationen mühevoll.

Kompetente Unterstützung

Der anlässlich des Weltkrebstags 2022 gestartete Podcast „Jung & Krebs – Wissen für junge Betroffene“ trägt dem Bedürfnis nach Information und Verständnis Rechnung. Junge Patientinnen und Patienten können dort an den Erfahrungsberichten anderer Betroffener und dem Expertenwissen von Fachleuten teilhaben. „Wir haben in der Stiftung den großen Vorteil, täglich eng mit jungen Betroffenen zusammenzuarbeiten und sie nach ihrer Meinung und ihren Erfahrungen fragen zu können. So entstehen authentische Tipps und Hilfen von Krebspatient*innen für Krebspatient*innen“, so Prof. Dr. med. Diane Lüftner, Vorstand der Stiftung und Oberärztin an der Charité Berlin.

Für Betroffene von Betroffenen

Wie wertvoll guter Rat bei einer Krebserkrankung ist, betont auch der mit 22 Jahren an Hodenkrebs erkrankte Timur, der in der ersten Folge von seinen Erfahrungen erzählt. „Damals hätte ich mir einen Podcast wie ‚Jung und Krebs‘ gewünscht, der meine Situation versteht, mir hilft und mich ablenkt.“ Es sei ihm eine Herzensangelegenheit, heute an diesem Format mitzuwirken.

Jederzeit abrufbar

Mit dem Podcast-Format greift die Stiftung die veränderte Mediennutzung junger Menschen auf – und spricht damit auch Betroffene an, für die das Hören aufgrund ihrer Krebserkrankung leichter zu bewältigen ist, als sich auf längere Texte zu konzentrieren. Ein weiterer Vorteil: Die Podcast-Folgen können die oft langen Wartezeiten in Praxen oder Kliniken überbrücken. PD Dr. med. Inken Hilgendorf, stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung: „Diese Situationen versucht man dann oftmals so sinnvoll wie möglich zu nutzen, recherchiert am Mobiltelefon oder auf dem Tablet und sucht sich Informationen. Der Podcast ‚Jung & Krebs‘, den Betroffene überall hören können, ist dafür perfekt.“