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Ostereier: vorgefärbt meist fragwürdiger Herkunft

Hart gekocht und farbig lackiert: gefärbte Ostereier verraten nicht, woher sie stammen und unter welchen Bedingungen die Hühner leben, die sie gelegt haben. Wer sicher gehen möchte, färbt lieber selbst!

Kennzeichnung nur bei frischen Eiern

Wenn man rohe Eier kauft, dann ist auf jedem Exemplar die genaue Herkunft gestempelt, der sogenannte Erzeugercode. Im deutschen Handel werden fast keine Käfigeier mehr angeboten. Ausnahme: eihaltige Lebensmittel. Hier müssen die Produzenten keine Kennzeichnung vornehmen. Wenn also auf der Verpackung von eihaltigen Produkten nicht freiwillig eine Kennzeichnung vermerkt ist, dann kann man – so Verbraucherschützer – davon ausgehen, dass die Eier wohl aus tierquälerischen Bedingungen von Hühnern stammen, die zu Zigtausenden in Käfigen zusammengepfercht wurden, die in der EU bereits seit 2012 verboten sind.

Das sagt der Erzeugercode

Der Zifferncode (zum Beispiel 0-DE-0500081) ist auf die Eischale gestempelt. „0“ an erster Stelle bedeutet Herkunft aus ökologischer Erzeugung. „1“ würde auf Freilandhaltung, „2“ auf Boden- und „3“ auf Käfighaltung hinweisen. DE ist das Länderkürzel und steht für Deutschland. Der siebenstellige Zahlencode gibt an, in welchem Bundesland der Stall zu finden ist, wobei die ersten Ziffern das Bundesland kennzeichnen. 05 steht in unserem Beispiel für Nordrhein-Westfalen.

So werden Ostereier nachhaltiger

  • Wenn du eihaltige Produkte kaufst, dann wähle am besten Bioprodukte. Bei diesen müssen die Eier aus ökologischer Haltung mit Auslauf stammen.
  • Eier von Produzenten kaufen, die männliche Küken nicht sofort nach dem Schlupf töten.
  • Für Ostern einfach besser keine bereits gekochten und gefärbten Eier kaufen. Diese unterliegen nicht der strengen Kennzeichnungspflicht.
  • Auf manche Farbpigmente von vorgefärbten Eiern können Allergiker empfindlich reagieren. Wer selbst färbt, weiß, dass die Farbe verträglich ist. Laut Verbraucherzentrale sind Ostereierfarben aus dem Lebensmittelhandel, Brausetabletten oder bunte Stifte meist unbedenklich. Sie enthalten wasserlösliche, natürliche und synthetische Farbstoffe, die laut Lebensmittelgesetz zur Färbung von Lebensmitteln zugelassen sind.
  • Lieber frische, rohe Eier nehmen, die Hinweise zur Herkunft, Haltung und Frische enthalten.
  • Selbstfärben macht auch viel mehr Spaß!