Kategorien
News

„Nummer gegen Kummer“ erweitert Sprechzeiten

Keine Kinderbetreuung, keine Verabredungen, dafür Homeschooling und alle sind zu Hause. Corona ist eine absolute Ausnahmesituation – nicht zuletzt für Familien. Da ist Stress vorprogrammiert. Die „Nummer gegen Kummer“ hat deshalb ihre Telefon- und Chat-Sprechzeiten erweitert.

Hoher Beratungsbedarf in Corona-Zeiten

Bei Stress mit den Eltern, Schulproblemen oder anderen Sorgen, können sich Kinder und Jugendliche an die „Nummer gegen Kummer“ wenden. Und das tun sie derzeit immer öfter. Im März haben 26 Prozent mehr Kinder und Jugendliche die Chat-Beratung in Anspruch in genommen als noch im Februar. Auch bei den Eltern ist der Beratungsbedarf um mehr als 20 Prozent gestiegen. Grund genug für die „Nummer gegen Kummer“, ihre Beratungszeiten auszuweiten.

Das Kinder- und Jugendtelefon 116 111 hat aktuell folgende Sprechzeiten: Montag bis Samstag: 14 bis 20 Uhr; Montag, Mittwoch, Donnerstag zusätzlich 10 bis 12 Uhr.

Der Online-Chat unter www.nummergegenkummer.de ist zu folgenden Zeiten aktiv: Dienstag und Freitag: 10 bis 12 Uhr; Mittwoch und Donnerstag: 15 bis 17 Uhr.

Die E-Mail-Beratung ist rund um die Uhr erreichbar.

Auch Eltern können sich bei der „Nummer gegen Kummer“ beraten lassen. Das Elterntelefon ist unter der Rufnummer 0800 111 0 550 (kostenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz) erreichbar – Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr.

Mehr Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche

Hier finden Kinder, Jugendliche und Eltern Hilfe in Krisensituationen:

Familienberatungsstellen

Bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung sind über 1.000 Erziehungs- und Familienberatungsstellen in ganz Deutschland vernetzt. Auf den Onlineseiten können sich Kinder und Jugendliche anonym anmelden, um ihre Probleme zu schildern. Es gibt Gruppen- und Einzelchats, Foren und eine Mailberatung. Auch Eltern finden hier Hilfe in Erziehungsfragen.

Beratungsstellen suchen und finden

Aktion „Kein Kind alleine lassen“

Experten fürchten, dass in Corona-Zeiten die Zahl von Gewalttaten und Missbrauchsfällen im häuslichen Umfeld steigt. Darauf hat der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) reagiert und als Soforthilfe die Aktion „Kein Kind alleine lassen“ ins Leben gerufen. Auf den Internetseiten können Kinder per Chat oder Mail um Hilfe bitten und erfahren, wie sie sich im Notfall schützen können.

Zur Aktion „Kein Kind alleine lasen“

Jugendnotmail

Die Jugendnotmail richtet sich an Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren. Geschulte Fachkräfte stehen ihnen dort für alle Fragen rund um die körperliche und seelische Gesundheit zur Verfügung – egal, ob es um Ängste, Essstörungen, Gewalt in der Familie oder andere Probleme geht. Die Online-Beratung ist vertraulich und kostenlos.    

Zur Jugendnotmail