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Neues Online-Angebot für die Hebammensuche

Wie finde ich die richtige Hebamme? Die Frage beschäftigt viele Schwangeren. Denn die Hebammensuche wird immer mehr zum Stressfaktor in der Schwangerschaft. Ein neues, kostenfreies Online-Angebot des Deutschen Hebammenverbandes erleichtert jetzt die Suche.

Hebammensuche zeigt freie Kapazitäten

Hebammen betreuen Frauen während der Schwangerschaft, bei der Geburt und im sogenannten Wochenbett. Doch in den letzten Jahren wurde es in Großstädten und zunehmend auch in ländlichen Gebieten immer schwieriger, eine geeignete Hebamme zu finden. Adressen bekommen Schwangere von Freundinnen, in der gynäkologischen Praxis, bei Krankenversicherungen und natürlich im Internet. Doch auch hier ist die Hebammensuche oft frustrierend, denn bisher zeigte kein Internetportal die verfügbaren Zeiten an.

Die neue, kostenfreie Plattform www.ammely.de des Deutschen Hebammenverbandes e. V. (DHV) bietet nun diesen Service. Schwangere können beispielsweise den voraussichtlichen Entbindungstermin, ihren Wohnort und die gewünschten Leistungen eingeben. Die teilnehmenden Hebammen tragen ihren Betreuungsradius, die Kapazitäten sowie ihr Serviceangebot ein. Alle Angaben werden dann abgeglichen und passend zusammengeführt.

„Durch Ammely gehören aufwändige Recherchen und hoher Zeitaufwand nun der Vergangenheit an“, sagt DHV-Präsidiumsmitglied Ursula Jahn-Zöhrens. „Alle Anfragen für eine Hebamme werden beantwortet und die Termine können einfach und übersichtlich online gebucht werden.“

Hebammensuche: So früh wie möglich starten

Die neue Plattform erleichtert die Suche, doch sie behebt nicht den Mangel. Deshalb sollten Schwangere bereits in den ersten Wochen nach einer passenden Hebamme suchen. Dann ist genügend Zeit, sich kennenzulernen und ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Und wenn die Chemie wirklich einmal nicht stimmen sollte, kann die Schwangere noch anderweitig Unterstützung finden.

Was macht eine Hebamme eigentlich?

  • Während der Schwangerschaft: Sie unterstützt werdende Eltern bei allen Fragen zum Schwangerschaftsverlauf, hilft bei körperlichen Beschwerden wie Übelkeit, Rückenschmerzen oder vorzeitigen Wehen und kann bis auf die Ultraschalluntersuchungen auch die Schwangerschaftsvorsorge übernehmen. Die meisten Hebammen bieten zudem Kurse zur Geburtsvorbereitung an.
  • Während der Entbindung: Hebammen arbeiten in Kliniken, in Geburtshäusern und auch ambulant. Sie überwachen den Geburtsverlauf und leisten sowohl fachlichen als auch emotionalen Beistand. Sogenannte Beleghebammen haben einen Vertrag mit Kliniken und bieten Rufbereitschaft an. So wird sichergestellt, dass sie die Schwangeren auch während der Geburt betreuen können. Also vorher genau das Leistungsangebot auf www.ammely.de studieren.
  • Nach der Geburt: Hebammen beraten bei körperlichen und seelischen Beschwerden. Sie geben Tipps und Informationen zum Stillen und zur Babypflege  Außerdem bieten sie Rückbildungskurse an, um  den strapazierten Beckenboden nach der Geburt zu trainieren. Rückbildungsgymnastik ist also in erster Linie nicht nur figurfreundlich, sondern beugt Gebärmuttersenkungen und Blasenschwäche vor.

Wer zahlt die Hebamme?

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die umfangreichen Hebammenleistungen – von der persönlichen Beratung über die regelmäßigen Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen, den Geburtsvorbereitungskurs bis hin zur Betreuung während der Entbindung. Auch danach werden die Leistungen von den Krankenkassen übernommen, zum Beispiel der Rückbildungskurs und in den ersten acht Wochen nach der Geburt bis zu 26 Hausbesuche. Dies gilt in der Regel auch für private Krankenversicherungen. Sicherheitshalber aber noch einmal im Kleingedruckten nachschauen.