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Natur macht Kinder glücklich

Kinder, die Zeit in der Natur verbringen, sind weniger verhaltensauffällig und emotional stärker als Stubenhocker. Das zeigt eine englische Studie. Also dann: Mantel, Winterschuhe, Mütze und Handschuhe anziehen – und raus geht’s!

Weniger Angst und Depressionen

Was Oma und Opa uns schon mit auf den Weg gaben, hat eine Studie aus Großbritannien unlängst mit Zahlen untermauert: „Kind, geh raus und beweg dich an der frischen Luft – das hält gesund!“

Das Forscherteam der University of Cambridge und der University of Sussex fand heraus, dass Kinder, die während des ersten Lockdowns 2020 mehr Zeit an der frischen Luft verbrachten, weniger unter psychischen Problemen litten als Gleichaltrige, die sich vorwiegend im Haus aufhielten.

Für die Studie wurden 376 Familien mit Kindern im Alter zwischen drei und sieben Jahren online befragt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „People and Nature“ der British Ecological Society.

Wohlhabende besser dran

Bei ihrer Befragung haben die Forschenden unter anderem auch Informationen zum Familienalltag abgefragt. Und sie haben einen Fragebogen genutzt, der einerseits die Gefühle der Kinder – Sorgen, Wut, Angst, Depression – bewertete und andererseits Verhaltensauffälligkeiten wie hyperaktives Verhalten oder Wut dokumentierte.

Es zeigte sich, dass fast 50 Prozent der Familien während des Lockdowns mehr Zeit im Freien verbrachten als vor dem Lockdown. Das galt vor allem für wohlhabendere Familien. Zu den beliebtesten Outdoor-Aktivitäten zählten Gartenarbeit, das Spielen im Garten oder Sport und Bewegung im Freien.

Das Forscherteam fand dabei heraus, dass eine stärkere Verbindung zur Natur die emotionalen Probleme und Verhaltensauffälligkeiten von Kindern verringerte. Es sieht Aufenthalte im Freien deshalb als eine kostengünstige Methode, um das seelische Gleichgewicht bei Kindern zu fördern. Denkbar wäre beispielsweise, dass Schulen mehr Gartenprojekte oder naturbasierte Lernprogramme initiierten – um auch jene Kinder abzuholen, die bislang wenig Möglichkeiten oder Lust auf Bewegung an der frischen Luft haben.

Waldbaden für alle

Doch nicht nur Kinder profitieren von der Natur, auch Erwachsenen tun Waldbaden und Co. gut. So ist Waldmedizin an japanischen Universitäten beispielweise schon seit vielen Jahren ein anerkanntes Forschungsgebiet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Auswirkungen, die ein bewusster Aufenthalt im Wald auf den Körper hat. Dabei zeigte sich, dass bereits nach 20 bis 30 Minuten der Stresspegel nachweislich sinkt: Die Atmung wird ruhiger, Puls und Blutdruck gehen runter.

Komm mal runter!

Wenn du ständig auf Hochtouren läufst und immer wieder schnell auf 180 bist, wird’s vielleicht Zeit für einen Break. Wir haben für dich ein paar Tipps zum Entspannen gesammelt. Relax!

Und falls du noch ein paar Ideen suchst für Bewegungsspiele für Kinder, dann schau mal in unserer Familienrubrik nach.