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Nachts besser schlafen: Tageslicht im Büro hilft

Wer in seinem Büro bei Tageslicht arbeitet, kann nachts besser schlafen – und ist tagsüber leistungsfähiger. Das ist das Ergebnis einer aktuellen US-amerikanischen Studie.

Helle Arbeitsplätze sorgen für besseren Schlaf

Tageslicht am Arbeitsplatz sorgt nicht nur dafür, dass wir uns tagsüber besser fühlen, sondern hat auch Auswirkungen auf unseren Schlaf. Das haben Wissenschaftler mehrerer amerikanischer Universitäten in einer gemeinsamen Studie herausgefunden. Veröffentlicht wurden die Forschungsergebnisse im Fachblatt „International Journal of Environmental Research and Public Health“. 

Die Wissenschaftler haben für ihre Studie zwei identische Büros aufgebaut. In einem Raum installierten sie Fenster mit einer Verglasung, durch die sehr viel Tageslicht einfiel. Im anderen Raum dagegen sorgten traditionelle Jalousien für weniger Tageslicht. Eine Woche lang arbeiteten jeweils eine feste Gruppe von Menschen in den Räumen, in der Folgewoche wurden die Gruppen getauscht.

Das Ergebnis: Die Testpersonen aus dem lichtdurchfluteten Raum verbesserten ihren Nachtschlaf deutlich. Sie schliefen mehr als eine halbe Stunde länger. Außerdem schnitten sie bei anschließenden Lerntests um 42 Prozent besser ab als die Kolleginnen und Kollegen aus dem dunkleren Bürozimmer.

Welche Folgen haben Schlafstörungen?

Die Ergebnisse der Studie unterstützen die bekannte Wirkung von Licht auf unsere innere Uhr. Tatsächlich ist der menschliche Körper darauf gepolt, bei schwindendem Tageslicht und Dunkelheit Melatonin auszuschütten. Dieses Hormon sorgt dafür, dass wir müde werden. Im Schlaf erholt sich das Gehirn von den vielen Eindrücken des Tages.

Schlafstörungen können deshalb ernste gesundheitliche Folgen haben. Wer beispielsweise täglich weniger als sechs Stunden schläft, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, Bluthochdruck zu entwickeln. Bei länger anhaltenden Schlafstörungen verringert sich zudem die Gedächtnisleistung, man vergisst Informationen viel schneller.

Besser schlafen: 5 Tipps

  • Regelmäßige Schlafenszeiten anpeilen – die ersten zwei bis drei Stunden sind die erholsamsten.
  • Sich jeden Tag eine Stunde im Tageslicht bewegen – das füllt den körpereigenen Vitamin-D-Speicher auf. Vitamin D unterstützt einen ruhigen und erholsamen Schlaf.
  • Auf Alkohol und schweres Essen vor dem Schlafengehen verzichten – der Verdauungsprozess kann zu unruhigem Schlaf führen.
  • Handy, Tablet und Co. aus dem Schlafzimmer verbannen – das blaue Bildschirmlicht kann die körpereigene Melatonin-Produktion hemmen.
  • Die Raumtemperatur auf 16 bis 18 Grad Celsius senken – da schläft es sich am besten.

Manchmal sind auch Verspannungen oder Rückenprobleme der Grund dafür, dass wir uns im Schlaf nicht richtig erholen. Die richtige Schlafposition und eine gute Matratze können helfen, Schmerzen zu vermeiden und so dafür sorgen, dass wir besser schlafen.

Hilfe, Schlafstörungen?

Wenn du dich über längere Zeit müde und schlapp fühlst, sprich mit deinem Hausarzt. Er kann abklären, ob körperliche Probleme dahinterstecken. Informationen zum Thema Schlafen und Schlafstörungen bietet auch das Informationsportal der Neurologen und Psychiater im Netz.