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Mentale Gesundheit: Musik tut gut!

Sport treiben oder Abnehmen hat einen positiven Effekt auf die mentale Gesundheit. Dass Melodien und Songs ähnlich wirken können, zeigt jetzt eine Vergleichsstudie.

Mit Musik gegen den Blues

Wer seine mentale Gesundheit verbessern möchte, kann es mit Sport versuchen. Denn die körperliche Anstrengung formt nicht nur den Body, sondern wirkt auch wie ein Stimmungsaufheller auf die Psyche. Auch ein Abnehmprogramm funktioniert ähnlich.

Aber auch für alle, die eher zur Fraktion Couch-Potato gehören, gibt es gute Neuigkeiten: Musik hat eine ähnliche Wirkung wie Fitnesstraining und Pfunde verlieren! Das zeigt eine aktuelle Untersuchung, in der die Daten von 26 Studien ausgewertet wurden. Fazit der Forschenden: Bei den nicht-medikamentösen Therapien gegen eine schlechte psychische Verfassung wirkt Musik ähnlich gut wie Sport oder Abnehmen. Veröffentlicht wurde das Ergebnis in der Zeitschrift „JAMA Network Open“. Demnach können Musikinterventionen das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität nachweislich verbessern.

Wirkung nicht bei allen gleich

Die Vergleichsstudie zeigte aber auch, dass nicht alle Menschen gleich auf die Klänge reagieren. Bei manchen waren die positiven Effekte auf die mentale Gesundheit deutlich größer als bei anderen. Deshalb sei es wichtig, hier noch weitere Studien anzuschließen, so die Forschenden. So lasse sich herausfinden, wie Musik am besten therapeutisch und gesundheitsfördernd eingesetzt werden könne.

Mit Klängen gegen die Angst

Dass Melodien nicht nur stimmungsaufhellend, sondern auch angstlösend wirken können, zeigt eine Studie aus Kanada. Dort haben Forschende die Wirkung von Musik auf Menschen mit moderaten sowie starken Angststörungen untersucht. Über 1.000 Probandinnen und Probanden, die wegen ihrer Angststörungen in Therapie waren, nahmen an der Studie teil. Ihnen wurden sowohl normale Entspannungsmusik als auch binaurale Klänge vorgespielt. Dabei bekommt das rechte Ohr andere Frequenzen als das linke Ohr eingespielt – das Gehirn verarbeitet diese Töne dann zu einem Gesamtklang.

Fazit der Studie: Bei Menschen mit schweren Angststörungen hatte Entspannungsmusik eine deutlich größere Wirkung als binaurale Klänge. Diese wiederum halfen eher bei einer moderaten Angststörung. Aber auch hier gilt, dass noch weiter geforscht werden muss, um daraus konkrete therapeutische Maßnahmen abzuleiten.

Müde und antriebslos?

Krise, Krieg und Pandemie – im Moment wundert es wohl wenig, dass die mentale Gesundheit wackelt. Ein Instrument zu spielen, Songs zu hören oder Entspannungsklängen zu lauschen, kann dabei helfen, sich ein wenig abzulenken und auf die schönen Seiten des Lebens zu konzentrieren. Bewegung und Sport haben sich ebenfalls bewährt, um Stress abzubauen und auf andere Gedanken zu kommen.

Du hast im Moment große Angst? Wir haben Tipps zum Gegensteuern. Probier’s aus!