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Klare Regeln fürs Homeoffice

Beinahe jeder zweite Berufstätige arbeitet infolge der Corona-Pandemie im Homeoffice – ganz oder teilweise. Damit das Arbeiten zu Hause gut funktioniert, sind klare Regeln und vor allem Auszeiten wichtig.

Im Homeoffice wegen Corona

Die Corona-Pandemie führt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens zu tiefgreifenden Veränderungen – auch in der Arbeitswelt. Eine davon ist das Homeoffice. Vor der Krise war das mobile Arbeiten in vielen Unternehmen bestenfalls ein ergänzendes Angebot.

Inzwischen arbeitet jeder zweite Arbeitnehmer (49 Prozent) ganz oder teilweise zu Hause. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Bei jedem dritten Berufstätigen (33 Prozent) wurde das mobile Arbeiten wegen Corona erstmals eingeführt, bei 43 Prozent bestehende Regelungen ausgeweitet.

Vor- und Nachteile der Arbeit im Homeoffice

Flexible Arbeitszeiten, gesicherte Kinderbetreuung, keine lästige Fahrerei: Der Umzug ins heimische Büro bietet vielen Arbeitnehmern Vorteile. Doch der Trend zum Homeoffice hat auch Schattenseiten. Dazu gehören die ständige Erreichbarkeit und fehlende soziale Kontakte. Eine Studie der Vereinten Nationen zeigt, dass Kollegen im Homeoffice mehr Überstunden leisten und eher an Stress und Schlaflosigkeit leiden.

DGB fordert Arbeitszeiterfassung und Ruhezeiten

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert klare Regeln für die Arbeit im Homeoffice – vor allem das Einhalten von Ruhezeiten. „Es darf nicht sein, dass Homeoffice zu einer völligen Entgrenzung der Arbeit führt“, sagte Vorstandsmitglied Anja Piel in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Wir werden als Gewerkschaften sehr genau hinschauen, dass Beschäftigte auch zu Hause geschützt sind über eine Arbeitszeiterfassung und vernünftige Ruhezeiten“, sagte die DGB-Funktionärin.

Anja Piel stellt sich nach eigener Aussage auf „eine harte Auseinandersetzung“ im Herbst ein. Bis dahin will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ein Gesetz vorlegen, wonach jeder Arbeitnehmer das Recht hat, von zu Hause zu arbeiten – vorausgesetzt der Job lässt das zu.

5 Tipps für Heimarbeiter

Politik und Arbeitgeber sind also gefordert, wenn es um die Rahmenbedingungen fürs Homeoffice geht. Auch als Arbeitnehmer kannst du aktuell schon dazu beitragen, dass die Arbeit von daheim nicht mehr stresst als nötig. Hier fünf einfache Tipps:

  • Richte dir einen ordentlichen Arbeitsplatz ein.
  • Achte auf feste Arbeitszeiten und einen strukturierten Tagesablauf.
  • Schreib dir für jeden Tag eine To-do-Liste.
  • Versuch Ablenkungen möglichst zu vermeiden.
  • Mach regelmäßig Pausen – wenn es geht auch an der frischen Luft.