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Kaffee trinken ohne Herzflattern

Ist Kaffee trinken gesund? Pünktlich zum Tag des Kaffees am 1. Oktober haben wir eine gute Nachricht für alle, die das dunkle Heißgetränk lieben: Sein Genuss löst offenbar keine Herzrhythmusstörungen aus. Das legt eine aktuelle amerikanische Studie nahe.

Herzklopfen durch Kaffee

Wer auf seine täglichen Tassen Kaffee nicht verzichten möchte, hat jetzt einen guten Grund mehr, sich eine einzuschenken. Denn offenbar löst Kaffee trinken nicht – wie häufig befürchtet – Herzrhythmusstörungen aus. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt ein Forscherteam der Universität von Kalifornien, San Francisco. In einer großen Beobachtungsstudie zeigte sich vielmehr, dass das Risiko auf Herzprobleme wie Vorhofflimmern oder andere Herzrhythmusstörungen mit höherem Kaffeekonsum sogar sinke, so die Wissenschaftler*innen.

Dass Kaffee ein echter Muntermacher ist, wissen Kaffeeliebhaber schon lange. Das darin enthaltene Koffein wirkt anregend auf das zentrale Nervensystem. Außerdem blockt es das müdigkeitsauslösende Eiweiß Adenosin auf den Rezeptoren der Nervenzellen ab. Allerdings kann Kaffee auch dafür sorgen, dass mehr Adrenalin im Körper ausgeschüttet wird. Das wiederum beschleunigen unter anderem den Herzschlag. Aber wie sieht es mit Herzrhythmusstörungen durch Kaffee trinken aus?

Überraschung: Kaffee senkt das Risiko

In ihrer Studie haben die Forschenden Gesundheitsdaten aus 2006 von rund einer halben Million Briten der UK-Biobank als Grundlage herangezogen. Darunter waren 386.258 Kaffeetrinker und Kaffeetrinkerinnen mit einem Durchschnittsalter von rund 56 Jahren. Innerhalb eines Zeitraums von viereinhalb Jahren entwickelten 16.369 Teilnehmende Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern. Nach Auswertungen von Blutuntersuchungen und genetischen Merkmalen, bei denen auch die Fähigkeit zum Abbau von Koffein gemessen wurde, stand für die Forscher*innen fest: Fast alle Formen von Herzrhythmusstörungen traten bei Kaffeetrinkern und Kaffeetrinkerinnen seltener auf als bei Personen, die auf das aromatische Getränk verzichten.

Was tun, wenn das Herz rast?

Das Gefühl, dass das Herz manchmal Sprünge macht, kennen wohl viele von uns. Meist sind die Ursachen harmlos: Starke Gefühle – gute wie schlechte – können das Herz kurz aus seinem gewohnten Takt bringen. Auch Stress, Kaffee trinken oder Genussgifte wie Zigaretten und Alkohol können Einfluss auf die Frequenz und den Takt unseres Herzens haben. Wenn du allerdings dauerhafte Beschwerden hast, die dich beschäftigen, solltest du einen ärztlichen Check machen lassen. Dazu zählen:

  • Brustschmerzen, Enge- oder Druckgefühl in der Brust
  • Kurzatmigkeit oder Luftnot
  • Schwarzwerden vor Augen
  • starkes Schwitzen ohne Belastung
  • eingeschränkte Belastbarkeit
  • Angst- und Schwindelgefühle
  • verstärktes Wassserlassen.

Tipp: Die Deutsche Herzstiftung hat aktuell eine Broschüre zu „Leben mit Herzrhythmusstörung“ herausgegeben, in der du ausführliche Informationen zum Thema findest.