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Junge Menschen leiden besonders unter Kopfschmerzen

Vor allem junge Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren leiden häufig unter Kopfschmerzen. Das zeigt eine aktuelle Studie. Was tun gegen die Schmerzen und wann musst du zum Arzt?

Volkskrankheit Kopfschmerzen

Eine Studie des Marktforschungsdienstleisters Bilendi zum Thema Kopfschmerzen und Migräne kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Besonders junge Menschen im Alter zwischen 20 und 29 leiden unter Ziehen, Pochen und Hämmern im Kopf. Für die Untersuchung wurden im Juni 2020 insgesamt 1.470 Menschen im Alter ab 18 Jahren befragt. 71 Prozent von ihnen litten innerhalb des letzten Jahres ein- oder mehrmals unter Kopfschmerzen, 23 Prozent hatten Migräne.

Nicht nur der Schmerz ist belastend

In der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen gaben 89 Prozent der Befragten an, im vergangenen Jahr an Kopfweh gelitten zu haben. 38 Prozent hatten in besagtem Zeitraum eine Migräneattacke. Doch nicht nur der Schmerz selbst ist für jüngere Menschen ein Problem. Auch die Auswirkungen auf den Alltag wurden von ihnen als besonders belastend empfunden.

  • 67 Prozent gaben an, sich schlechter konzentrieren zu können.
  • 65 Prozent fühlten sich weniger leistungsfähig.

Migränegeplagte fühlten sich, was die Leistungsfähigkeit angeht, übrigens deutlich stärker beeinträchtigt. Kein Wunder. Je nachdem, wie heftig die Attacke ausfällt, bleibt vielen Betroffenen nichts anderes übrig, als sich zurückzuziehen und in einem abgedunkelten Raum darauf zu warten, dass das Dröhnen und Stechen im Kopf nachlässt.

Frauen leiden eher darunter

Noch etwas zeigt die Umfrage: Kopfschmerzen und Migräne sind zwar offenbar eine Volkskrankheit, jedoch leiden Frauen mehr darunter als die Männer. Ihre Werte lagen immer leicht über denen der Männer – und zwar unabhängig davon, ob es um die Häufigkeit der Schmerzen, die Dauer oder die Einschränkungen im Alltag ging. Experten wissen: Mit ein Grund dafür, dass es Frauen öfter und intensiver erwischt, ist der weibliche Zyklus.

Auch andere Einflüsse sorgen dafür, dass der Kopf bei einigen eher schmerzt als bei anderen. Typischerweise sind Menschen, die sehr hohe Ansprüche an sich selbst haben oder sich wenig Ruhe gönnen, häufiger betroffen.

Und es gibt noch ein paar Faktoren, die Kopfweh begünstigen: Dazu gehören beispielsweise mangelnde Bewegung, eine unausgewogene Ernährung und zu wenig Flüssigkeit, eine ungünstige Körperhaltung und zu wenig beziehungsweise unregelmäßiger Schlaf.

Entspann dich

Stress gilt als einer der Hauptauslöser für Kopfschmerzen. Unsere Entspannungstipps helfen dir, auch in stressigen Phasen leichter zur Ruhe zu kommen.

Wann sind Kopfschmerzen gefährlich?

Die meisten Menschen haben hin und wieder Kopfschmerzen. Häufig sind diese harmlos und können mit einfachen Mitteln gut behandelt werden. Wer ein- oder zweimal im Monat oder noch seltener einen Brummschädel hat, muss sich also in der Regel keine großen Sorgen machen.

Wer jedoch plötzlich unter starken Schmerzen leidet oder wem regelmäßig der Kopf dröhnt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Symptome abklären zu lassen. Denn unbehandelte Kopfschmerzen können chronisch werden. Außerdem kann eine ernsthafte Krankheit hinter den Beschwerden stecken.

Ab zum Arzt

  • Du hast an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzen.
  • Du nimmst häufiger als zehnmal im Monat Schmerzmittel.
  • Schmerzmittel schlagen bei dir nur noch in höheren Dosierungen an.
  • Zusätzlich zu den Kopfschmerzen treten Fieber, Kurzatmigkeit oder andere Krankheitssymptome auf.
  • Der Schmerz wird von Sehstörungen oder Übelkeit begleitet.
  • Du hast eine Kopfverletzung.

Tipp: Für das Gespräch mit dem Arzt und die Diagnose ist ein Schmerztagebuch sinnvoll, in dem du aufschreibst, wann und wo die Beschwerden auftreten.

Was tun bei Kopfschmerzen?

Bei leichten Spannungskopfschmerzen helfen freiverkäufliche Schmerzmittel wie Aspirin, Paracetamol oder Ibuprofen. Auch mit Pfefferminzöl aus der Apotheke haben viele Betroffene gute Erfahrungen gemacht. Bei manchen Menschen helfen auch alternative Heilmethoden wie Akkupunktur.

Achtung: Wenn du an mehr als zehn Tagen im Monat Schmerzmittel einnimmst, kann das die Beschwerden verschlimmern. Sprich in diesem Fall unbedingt mit deinem Arzt.

Wissen im Netz

Mehr Informationen zum Thema Kopfschmerzen und Migräne gibt es bei der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft sowie bei Gesundheitsinfomation.de.