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Graue Haare färben? Manchmal kommt die Farbe wieder …

Graue Haare färben nervt viele. Schließlich blitzt der Haaransatz innerhalb kürzester Zeit wieder heraus. Ein Forscherteam nährt jetzt die Hoffnung, dass die Haare nach einer grauen Phase auch wieder in der ursprünglichen Farbe nachwachsen können. Schön wär’s, oder?

Wunder geschehen?!

Graue Haare färben ist lästig. Spätestens alle vier bis fünf Wochen zeigen sich silbrige Ansätze – und neue Farbe muss her. Wer dabei selbst zur Farbtube greift, bekommt es oft nicht gleichmäßig hin. Oder muss anschließend das Bad putzen, um die Farbspritzer zu entfernen. Ständig zum Friseursalon flitzen und die grauen Haare färben lassen, kostet dagegen Zeit und Geld.

Da klingt das Ergebnis einer Studie zu schön, um wahr zu sein: Ein amerikanisches Forscherteam hat herausgefunden, dass manche Haare zwischenzeitlich ergrauen – und dann wieder in der Naturfarbe nachwachsen können.

Ministudie: Stress macht grau

Dass graue Haare nicht nur etwas mit dem Alter, sondern auch mit dem Stress eines Menschen in Verbindung stehen, wurde schon früher vermutet. Jetzt hat das Team rund um Martin Picard, Psychobiologe an der Columbia Universität, Menschen mit zweifarbigen Haaren untersucht. Die 14 Probantinnen und Probanten waren im Alter zwischen 9 und 39 Jahren. Bei zehn von ihnen beobachteten die Forscher, dass graue Haarsträhnen nach einiger Zeit wieder nachdunkelten – unabhängig ob es sich dabei um Kopf- oder Schambehaarung handelte. In einem weiteren Schritt befragten sie die Teilnehmenden nach ihrem Gemütszuständen in diesen Haar-Wachstumsphase. Ergebnis: Einige waren in psychisch aufwühlenden und stressbedingten Zeiten ergraut. Bei ihnen war dieser Vorgang aber teilweise reversibel – folgte danach eine entspannte Phase, wuchsen die Haare teilweise wieder dunkel nach.

Grau: eine Frage des Alters

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse vermuten die Fachleute, dass Stress Auswirkungen auf die Haarfolikel haben kann. In jüngeren Jahren scheint dieser aber noch umkehrbar zu sein. Ob dies aber auch in späteren Jahren und dem natürlichen Alterungsprozess der Zellen möglich ist, müssen weitere Forschungen herausfinden. Bis dahin hilft vermutlich dann doch nur, graue Haare zu färben …

Lass dir keine grauen Haare wachsen!

Du bist immer öfter total gestresst? Nicht gut – denn was für Haare gilt, gilt auch für die Haut. Während wir unter positivem Stress förmlich aufblühen – die Augen blitzen, die Haut scheint rosig und die Haare glänzen – versetzt negativer Stress uns in eine graue Stimmung. Mit dazugehörigem Teint. Statt graue Haare färben also lieber auf Entspannung setzen.

Ob blond, ob braun, rot oder grau: Bei Planet Wissen gibts ein interessantes Special rund ums Thema Haare.


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