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FSME-Impfung ist auch jetzt noch möglich

Mit dem Frühling beginnt auch die Zeckensaison. Der Stich der achtbeinigen Krabbeltiere kann unangenehme Folgen haben. Denn Zecken können neben Borreliose auch das FSME-Virus übertragen. Die FSME-Impfung schützt – auch kurzfristig.

Impfung schützt vor FSME

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Entzündung der Hirnhaut beziehungsweise des Gehirns. Sie wird durch das FSME-Virus ausgelöst. Meist verläuft die Viruserkrankung ohne Folgen. Es gibt aber auch Patienten, die dauerhaft unter Lähmungen leiden oder sogar an FSME sterben.

Das FSME-Virus wird in erster Linie von Zecken auf den Menschen übertragen. Einen guten Schutz bietet die FSME-Impfung, auch Zeckenimpfung oder Zeckenschutzimpfung genannt. Der beste Zeitpunkt für die Impfung ist im Herbst oder im Winter. So ist man im Frühsommer, wenn die Zeckenzeit beginnt, bereits geschützt.

Zeckenimpfung auf die Schnelle

Der Impfschutz gegen FSME kann auch kurzfristig aufgebaut werden – zum Beispiel, wenn man eine Reise in ein Zecken-Risikogebiet plant. Im sogenannten Schnellschema sind drei Impfungen nötig. Allerdings besteht schon nach der zweiten, im Abstand von 7 bis 14 Tagen verabreichten Impfung ein Schutz. Dieser hält jedoch nur für etwa ein Jahr an. 

Die dritte Impfung ist dann – je nach verwendetem Impfstoff – nach drei Wochen beziehungsweise fünf bis zwölf Monaten fällig. Am besten fragst du beim Arzt nach dem geeigneten Impfschema.

Wie läuft die FSME-Impfung normalerweise ab?

Für einen mehrjährigen Impfschutz sind ebenfalls drei Impfungen nötig – die ersten beiden Impfungen im Abstand von ein bis drei Monaten, die dritte Impfung fünf bis zwölf Monate nach der zweiten. Eine Auffrischung erfolgt nach drei Jahren.

Bei der FSME-Impfung handelt es sich um eine aktive Impfung. Das bedeutet, dass die körpereigene Immunabwehr selbstständig Antikörper gegen die FSME-Viren bilden muss. Geimpft wird mit einem Totimpfstoff, also einem Impfstoff, der abgetötete Erreger enthält. Die Erreger können keine Erkrankung auslösen, aktivieren aber das Immunsystem.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen, die in einem Risikogebiet wohnen oder sich dort länger aufhalten, sich impfen zu lassen. Besonders gefährdet sind Menschen, die berufsbedingt viel draußen sind oder in ihrer Freizeit viel Zeit in der Natur verbringen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Förster, Jäger und Waldarbeiter
  • Menschen, die in der Landwirtschaft beschäftigt sind
  • Freizeitsportler wie Wanderer, Jogger und Radfahrer
  • Camper
  • Hundehalter

FSME-Risikogebiete

In Deutschland kommt FSME vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen und Sachsen vor. Durch Klimaveränderungen und milde Winter breitet sich das Virus allerdings zunehmend Richtung Norden aus.

  • Eine aktuelle Karte mit den betroffenen Gebieten in Deutschland findest du beim Robert Koch-Institut (RKI).
  • Infos zur Verbreitung von FSME im Ausland bekommst du bei Tropeninstituten sowie bei niedergelassenen Ärzten, die auf Reisemedizin spezialisiert sind.