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Erste Hilfe: Jeder Vierte traut sich nicht

Wie geht die stabile Seitenlage? Wie setze ich einen Notruf ab? Eine Studie zeigt, dass viele Deutsche in Bezug auf Erste Hilfe unsicher sind. Wir helfen dem Gedächtnis mit ein paar Grundregeln auf die Sprünge.

Erste Hilfe mit Wissenslücken

Wer einen Unfall hat, eine Sportverletzung oder zu Hause verunglückt, hofft auf Hilfe. Das Problem: Jeder vierte Deutsche traut sich Erste Hilfe nicht zu. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des ADAC. Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich in der Lage, im Notfall zu helfen.

Die Daten zeigen außerdem: Die Deutschen haben deutliche Wissenslücken in Sachen Erstversorgung. Die rund 3.600 online Befragten ab 18 Jahren aus allen Bundesländern bekamen einige Testfragen vorgelegt. So wurde etwa gefragt, wie die Notrufnummer laute oder wann die stabile Seitenlage anzuwenden sei. Das Ergebnis: Im Schnitt beantwortete nur etwas mehr als die Hälfte die Fragen korrekt.

Jeder muss helfen

In Deutschland bist du verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten. Zumindest sofern du dich und andere dabei nicht in Gefahr bringst. Sonst machst du dich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Für Fehler oder falsche Maßnahmen musst du keine rechtlichen Konsequenzen befürchten – es sei denn, Sie haben grob fahrlässig gehandelt.

Erste Hilfe auffrischen

Das zeigt, wie wichtig es ist, die eigenen Kenntnisse in Erster Hilfe regelmäßig aufzufrischen. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer jedoch an, dass der letzte Erste-Hilfe-Kurs zehn Jahre oder länger her gewesen sei. Viele Menschen absolvieren diesen, wenn sie den Führerschein machen und belassen es dabei. Obwohl offenbar die wenigsten selbst aktiv werden, würden es demnach zwei Drittel befürworten, wenn Auffrischungskurse in Erster Hilfe verpflichtend wären. Ähnlich viele könnten sich vorstellen, ihre Kenntnisse mit Hilfe einer App zu schulen.

Die Rettungskette

Damit Sie im Notfall richtig reagieren hier ein paar Tipps:

  • Unfallstelle absichern, zum Beispiel mit einem Warndreieck. Achten Sie immer darauf, sich selbst zu schützen, etwa durch eine Warnweste.
  • Bergen Sie die verunfallte Person aus der Gefahrenstelle, etwa mit einem Rettungsgriff aus dem Auto oder indem Sie Fahrradfahrer von der Straße ziehen.
  • Setzen Sie schnellstmöglich einen Notruf ab, oder bitten Sie andere darum. Rufen Sie dazu die 112 an. Diese Nummer gilt in ganz Europa.
  • Prüfen Sie, ob der/die Verunglückte bei Bewusstsein ist, zum Beispiel durch Ansprechen.
  • Ist die Person bewusstlos, prüfen Sie die Atmung.
  • Ist die Person bewusstlos und atmet, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage bringen.
  • Atmet die Person, beginnen Sie mit der Wiederbelebung.