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Der digitale Impfpass ist gestartet

Viele Länder haben ihn schon. Jetzt ist der digitale Impfausweis auch bei uns an den Start gegangen. Apotheken können die QR-Codes ausstellen. Allerdings gibt es hier und da noch technische Probleme.

Wie funktioniert der digitale Impfpass?

Wer vollständig gegen Corona geimpft ist, bekommt ab sofort ein Zertifikat mit einem persönlichen QR-Code. Den scannt man ein und überträgt ihn entweder in die Corona-Warn-App oder die neue, ebenfalls kostenfreie CovPass-App des Robert Koch-Instituts (RKI). Fertig ist der digitale Impfpass.

Neben den Impfungen können in der App demnächst übrigens auch negative Testergebnisse und überstandene Infektionen dokumentiert werden. 

Wer bekommt den QR-Code?

Den digitalen Nachweis erhalten alle, die den vollständigen Impfschutz haben, also zweimal mit den aktuell zugelassenen Impfstoffen von Moderna, BionTech / Pfizer und AstraZeneca beziehungsweise einmal mit dem Vakzin von Johnson und Johnson geimpft sind. Wer COVID-19 hatte und genesen ist, gilt bereits nach einer Impfung als vollständig geimpft – unabhängig vom Impfstoff. Die Impfung sollte sechs Monate nach der Erkrankung erfolgen.

So oder so: Der vollständige Impfschutz ist erst 14 Tage nach der letzten Impfung gegeben. Ab da ist der digitale Impfpass gültig.

Wo bekomme ich den digitalen Impfnachweis?

Den QR-Code erhältst du idealerweise dort, wo auch die Impfung stattgefunden hat – also in der Arztpraxis oder übers Impfzentrum. Wenn du bereits vollständig geimpft bist, bekommst du ihn nachträglich. So ist beispielsweise geplant, dass die Impfzentren die Zertifikate per Post verschicken.

Zudem geben Apotheken seit gestern auch die QR-Codes aus. Hier können alle, die zum Beispiel bei der Arbeit oder durch mobile Impfteams geimpft wurden, nach Vorlage von Impfpass und Personalausweis ein digitales Impfzertifikat bekommen. Allerdings machen aktuell noch nicht alle Apotheken mit. Sie werden erst nach und nach an das System angeschlossen. Zudem gab es zum Start vielerorts technische Probleme – unter anderem, weil der Server für die Erstellung der digitalen Impfbescheinigungen bundesweit überlastet war und die Apotheken sich nicht einloggen konnten. Die Probleme sind inzwischen behoben. Dennoch bitten die Apotheken noch um etwas Geduld, bis alles reibungslos funktioniert. Alle, die einen digitalen Impfnachweis haben wollten, bekämen ihn auch, versprach der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), Thomas Dittrich, in einem Fernsehinterview.

Welche Daten werden von mir gespeichert?

Um das Impfzertifikat zu erstellen, werden nur Name und Geburtsdatum erfasst sowie das Datum der Impfung und der verwendete Impfstoff inklusive Chargennummer. Die Daten werden an das RKI zur Signierung übermittelt und dann sofort wieder gelöscht. Später liegen sie dann ausschließlich lokal auf dem eigenen Gerät ab.

Muss ich einen digitalen Impfausweis haben?

Nein, der digitale Impfpass ist freiwillig und als Ergänzung zum gelben Heft aus Papier gedacht, das weiterhin gültig bleibt. Wer kein Smartphone oder Tablet hat, kann sich das Impfzertifikat auch ausdrucken und so nutzen – etwa im Restaurant oder beim Konzert.

Wo gilt der digitale Impfpass?

Der digitale Impfausweis wird bundesweit akzeptiert. Ab Juli soll er auch das Reisen innerhalb der Europäischen Union (EU) erleichtern. Nach Angaben der EU-Kommission stellen aktuell acht Mitgliedsstaaten digitale Impfzertifikate aus. Dazu gehören neben Dänemark, Polen, Kroatien, Griechenland und Spanien auch Litauen und Bulgarien.