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Booster-Impfung: Mehr Schutz gegen Corona

Schon geboostert? Die Auffrischungsimpfungen gegen Corona sind gerade das große Thema in Deutschland. Kürzlich hat die STIKO ihre Empfehlungen dazu aktualisiert. Die wichtigsten Infos zur Booster-Impfung im Überblick.

Booster-Impfungen für alle

Seit einigen Wochen gibt es in Deutschland die ersten Auffrischungsimpfungen gegen das Corona-Virus – auch Booster-Impfungen genannt. Zunächst sollte damit der Impfschutz von Risikogruppen wie Menschen ab 70 Jahren und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen aufgefrischt werden. In ihrer aktuellen Empfehlung rät die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) jetzt allen Personen ab 18 Jahren, sich die Booster-Spritze abzuholen.

Doch ab wann ist die Auffrischimpfung eigentlich sinnvoll? Wer bekommt welchen Impfstoff? Und was bringt das Boostern überhaupt? Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Was bringt die Auffrischimpfung gegen Corona?

Die vollständige Impfung gegen das Corona-Virus bietet zwar einen guten Schutz vor Infektion oder einem schweren COVID-19-Krankheitsverlauf. Doch die Wirkung kann mit der Zeit nachlassen. Das zeigt sich auch an der aktuell steigenden Zahl der Impfdurchbrüche. Damit ist gemeint, dass sich Menschen trotz vollständiger Corona-Impfung mit dem Virus infizieren und erkranken.

Mit einer dritten Impfung – beziehungsweise einer zweiten Impfung, wenn du den Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen hast – kann wieder längerfristig ein robuster Schutz aufgebaut werden. Die Auffrischimpfung wirkt also wie ein Antreiber (englisch „Booster“) fürs Immunsystem und wird deshalb auch Booster-Impfung genannt. Da der Körper erneut mit den entschärften Bausteinen des Virus in Kontakt kommt, wird die Immunantwort auf das Corona-Virus stabilisiert. Sie kann dann sogar noch höher sein als nach der Grundimmunisierung.

Die Auffrischung schützt übrigens nicht nur dich, sondern auch deine Mitmenschen. Wenn es doch zur Ansteckung kommt, ist die Wahrscheinlichkeit nach der Booster-Impfung sehr viel geringer, dass du das Virus auf andere überträgst.

Wem wird die Booster-Impfung empfohlen?

Nach der neusten Empfehlung der STIKO sollten alle Personen ab 18 Jahren, die bereits vollständig immunisiert sind, eine Booster-Impfung erhalten. Vollständig immunsiert heißt, dass man zweimal mit den Vakzinen von BioNTech/Pfizer, Moderna oder AstraZeneca geimpft wurde oder einmal den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten hat. Auch Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (Trimenon) sollten die Auffrischimpfung nutzen.

Dagegen ist für Genesene, bei denen vor oder nach einer Corona-Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion mit einem PCR-Test nachgewiesen wurde, keine Booster-Impfung erforderlich. Der Grund: Geimpft Genesene sind durch die durchgemachte Infektion plus Impfung sowieso schon gut vor Corona geschützt, besser als Geimpfte, die nicht mit Corona infiziert waren.

Ab wann ist Boostern sinnvoll?

Der ideale Zeitpunkt für die Auffrischimpfung ist sechs Monate nach der letzten Corona-Impfung. Allerdings kann im Einzelfall auch abgewogen werden, bereits nach fünf Monaten zu boostern. Noch früher – und zwar bereits vier Wochen nach der Impfung – ist die Auffrischung für alle sinnvoll, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson immunisiert wurden, denn er hat sich als weniger wirksam erwiesen.

Also schnell die Auffrischimpfung abholen und dann die Oma anmelden? Unbedingt andersherum. Denn nach wie vor gilt, dass besonders gefährdete Personen, zum Beispiel ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankung sowie alle, die im medizinischen und pflegerischen Bereich tätig sind, bevorzugt geboostert werden sollten!

Mit welchen Impfstoffen wird geboostert?

Für die Auffrischungsimpfungen gegen Corona empfiehlt die STIKO ausschließlich die mRNA-Vakzine von BioNTech/Pfizer und Moderna. Das bedeutet, dass beim Boostern ein anderer Impfstoff verabreicht wird als bei der Grundimmunisierung.

Das ist in vielen Fällen auch so gewollt. Denn die Empfehlungen, welcher Impfstoff für welche Altersgruppen genutzt werden sollte, wurden basierend auf internationalen Sicherheitsdaten in den letzten Monaten noch einmal angepasst.

Booster-Impfung – wann und womit?

Grundsätzlich gelten laut STIKO aktuell die folgenden Empfehlungen für die Auffrischungsimpfungen:

GrundimmunisierungAuffrischung Personen ab 30 Jahren Personen von 18 bis 29 Jahren und Schwangere
Janssen® (Johnson & Johnson)ab 4 Wochen nach Impfungmit Spikevax® (Moderna) oder Comirnaty® (BioNTech/Pfizer)mit Comirnaty® (BioNTech/Pfizer)
anderen Impfstoffe und deren Kombinationenca. 6 Monate nach letzter Impfungmit Spikevax® (Moderna) oder Comirnaty® (BioNTech/Pfizer)mit Comirnaty® (BioNTech/Pfizer)

Was passiert ohne Booster-Impfung?

Wer sich noch nicht um einen Termin für die Auffrischungsimpfung gekümmert hat, muss nicht in Panik geraten. Gerade jüngere Menschen sind auch bis zu neun Monate nach der Grundimmunisierung noch vor schweren Krankheitsverläufen geschützt. Eine rechtzeitige Booster-Impfung bietet aber in jedem Fall mehr Sicherheit. Zusätzlich sollten aber nach wie vor die geltenden Sicherheitsmaßnahmen und Hygieneregeln (AHA+L) beachtet werden.