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Blut wird knapp: Aufruf zur Blutspende

Blutspenden werden dringend gebraucht: Corona-Pandemie, Urlaubszeit. Flutkatastrophen – aus vielen Gründen ist der aktuelle Bestand an Blutkonserven besorgniserregend niedrig und die Reserven für Notfälle schwinden.

Viel Blut gebraucht

Rund 15.000 Blutspenden an jedem Werktag benötigt das DRK im Jahresdurchschnitt – und deckt damit etwa 75 Prozent des in Deutschland benötigten Blutbedarfs ab. Übrigens: Gespendetes Blut ist nur 42 Tage haltbar. Deshalb ist es auch so wichtig, die Reserven immer wieder aufzufüllen.

Jeder dritte Mensch hierzulande benötigt nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) irgendwann im Leben eine Bluttransfusion. Gehäuft wird Blut im Sommer gebraucht, wenn viele Urlauber auf Reise gehen und derzeit gilt es auch viele Verletzte der Flutkatastrophe zu versorgen. Deshalb rufen Institutionen wie das DRK, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Bundesgesundheitsministerium die Bevölkerung dazu auf, Blut zu spenden.

Krankenhäuser: Bedarf an Blutkonserven gestiegen

Die Krankenhäuser haben nach der letzten dritten Coronawelle mittlerweile wieder auf Normalbetrieb umgestellt und holen verschobene Operationen nach. Dadurch steigt der Bedarf an Blutkonserven. Insgesamt enspricht der derzeitige Bedarf an Blut und Plasma aber nicht dem Blutvolumen, das gespendet wird.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Infrastruktur in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten teilweise so beschädigt ist, dass einige Blutspendedienste zurzeit keine Termine zum Blutspenden anbieten können. Wer trotzdem spenden möchte, sollten sich direkt bei den Spendediensten vor Ort nach möglichen Terminen erkundigen. Es ist auch möglich, auf Spendedienste in Regionen ausweichen, die nicht vom Hochwasser betroffen sind.

Wer darf Blut spenden?

Prinzipiell darf jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahre bis zum vollendeten 72. Lebensjahr zur Blutspende gehen. Ausnahmen bestehen bei Schwangeren und stillende Mütter, Menschen mit einem Körpergewicht unter 50 Kilogramm oder Blutarmut. Auch nach größeren Operationen, Tätowierungen oder Piercings ist vor einer Blutspende erstmal eine längere Pause angesagt. Das gilt auch für manche Impfungen oder nach einer Zahnreinigung – um Krankheitserreger im Blut auszuschließen.  

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gilt darüber hinaus: Wer sich unwohl fühlt, eine Körpertemperatur über 37,5 Grad Celsius hat, über Husten oder Halsschmerzen klagt und kurzatmig ist, darf kein Blut spenden. Das gilt auch für Menschen, die in den letzten beiden Wochen Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person hatten. Angst, sich über Blutpräparate mit dem Corona-Virus anzustecken, braucht man nicht zu haben: Bisher gibt es keine Hinweise, dass das Virus durch Blut übertragbar ist.

Blutspendetermine in deiner Nähe

Weil die Entwicklung bei den Blutspendeterminen durch Corona derzeit sehr dynamisch ist, sollte man sich vorher schlau machen: Informationen gibt es unter anderem über die kostenfreie Service-Hotline des DRK-Blutspendedienstes, Telefon: 0800 11 949 11.