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Blutspenden: Blut als Mangelware?

Am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Ein guter Grund, um das Thema Blutspende ins Bewusstsein zu rücken – denn zwischenzeitlich wurden durch Corona an manchen Orten die Blutreserven knapp.

Weniger Blutspenden wegen Pandemie

Jeder dritte Mensch hierzulande braucht nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) irgendwann im Leben eine Bluttransfusion. Deshalb rufen Institutionen wie das DRK die Bevölkerung regelmäßig dazu auf, Blut zu spenden. Aufgrund der Pandemie sind in den vergangenen Monaten viele Blutspendetermine vor Ort ausgefallen. Jetzt laufen sie wieder an – und damit auch die Gelegenheit für jeden, sie wahrzunehmen.

Bedarf an Blutkonserven steigt wieder

Da die Krankenhäuser wieder zunehmend auf Normalbetrieb umstellen und verschobene Operationen nachholen, steigt der Bedarf an Blutkonserven. Weil aber nach wie vor noch die Blutspendetermine von Firmen oder die mobilen Blutspendetrucks ausfallen, sind Blutkonserven in manchen Regionen Mangelware.

Rund 15.000 Blutspenden an jedem Werktag benötigt das DRK im Jahresdurchschnitt – und deckt damit etwa 75 Prozent des in Deutschland benötigten Blutbedarfs ab. Übrigens: Gespendetes Blut ist nur 42 Tage haltbar. Deshalb ist es auch so wichtig, die Reserven immer wieder aufzufüllen.

Wer darf Blut spenden?

Prinzipiell darf jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahre bis zum vollendeten 72. Lebensjahr zur Blutspende gehen. Ausnahmen bestehen bei Schwangeren und stillende Mütter, Menschen mit einem Körpergewicht unter 50 Kilogramm oder Blutarmut. Auch nach größeren Operationen, Tätowierungen oder Piercings ist vor einer Blutspende erstmal eine längere Pause angesagt. Das gilt auch für manche Impfungen oder nach einer Zahnreinigung – um Krankheitserreger im Blut auszuschließen.  

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie gilt darüber hinaus: Wer sich unwohl fühlt, eine Körpertemperatur über 37,5 Grad Celsius hat, über Husten oder Halsschmerzen klagt und kurzatmig ist, darf kein Blut spenden. Das gilt auch für Menschen, die in den letzten beiden Wochen Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person hatten. Angst, sich über Blutpräparate mit dem Corona-Virus anzustecken, braucht man nicht zu haben: Bisher gibt es keine Hinweise, dass das Virus durch Blut übertragbar ist.

Blutspendetermine in deiner Nähe

Weil die Entwicklung bei den Blutspendeterminen durch Corona derzeit sehr dynamisch ist, sollte man sich vorher schlau machen: Informationen gibt es unter anderem über die kostenfreie Service-Hotline des DRK-Blutspendedienstes, Telefon: 0800 11 949 11 oder via App.