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Die bke-Jugendberatung hilft bei Zeugnisstress

Aktuell werden in allen Bundesländern die Halbjahreszeugnisse verteilt. Die bke-Jugendberatung, ein Angebot der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung, hilft Schülerinnen und Schülern ab 14 Jahren bei Stress wegen schlechter Noten.

Stressfaktor Halbjahreszeugnis

Halbzeit im laufenden Schuljahr. In einigen Bundesländern haben die Schülerinnen und Schüler ihre Halbjahreszeugnisse bereits erhalten, in anderen steht die Ausgabe diese Woche noch an. Für die meisten Kinder und Jugendlichen dürfte das Zeugnis keine allzu großen Überraschungen bereithalten, schließlich werden die Noten nicht ohne Grund vergeben und im Vorfeld in der Regel auch ausführlich besprochen.

Trotzdem sorgen die Halbjahreszeugnisse in vielen Familien erfahrungsgemäß für Diskussionsstoff – und manchmal auch für richtig Zoff. Denn auch wenn die Eltern mitbekommen haben, dass es in der Schule nicht gut läuft und die Versetzung gefährdet ist, die Erwartungshaltung ist eine andere.

Mitunter sind es aber auch die Jugendlichen selbst, die sich Stress machen, wissen Fachleute. Sie wollen niemanden enttäuschen und verspüren selbst dann Druck, wenn Eltern und Lehrkräfte eigentlich ganz entspannt mit dem Thema umgehen. Oder noch schlimmer: Das eigene Selbstwertgefühl steht und fällt mit dem schulischen Erfolg.

Zusätzliche Belastung durch Corona

Quarantäneregeln, Unterrichtsausfall, eigene Fehlzeiten, fehlende Kontakte, wenig außerschulische Angebote … Zu der Anspannung und den Sorgen, die viele Schülerinnen und Schüler mit Blick auf die Zeugnisse ohnehin schon haben, kommen auch in diesem Jahr zusätzliche Ängste und Verunsicherungen durch die Corona-Lage. Denn auch wenn die Schulen geöffnet sind, hat sich der Alltag der Kinder und Jugendlichen durch die Pandemie massiv verändert und die psychische Belastung ist generell hoch.

Stress wegen Zeugnissen: Was kann ich tun?

  1. Sprich mit deinen Eltern. Fachleute raten Schülerinnen und Schülern, offen mit den Eltern über das Zeugnis zu reden und die Gründe für die schlechten Noten zu erklären. Um dich besser zu fühlen, kannst du eine Person, der du vertraust, zu dem Gespräch dazu bitten. In schwierigen Fällen kann vielleicht auch ein Lehrer, eine Lehrerin oder eine andere pädagogische Fachkraft vermitteln.
  2. Sprich mit deinem Lehrer. Wenn du dich ungerecht behandelt fühlst und bestimmte Beurteilungen nicht nachvollziehen kannst, sprich mit den betroffenen Lehrkräften – und zwar gemeinsam mit deinen Eltern. Wichtig bei solchen Gesprächen sei jedoch, dass sich die Beteiligten nicht als Gegner sehen, sondern als Partner, mahnen Fachleute.

Online-Beratung für Jugendliche

Hilfe finden betroffene Schülerinnen und Schüler auch bei der bke-Jugendberatung, einem Angebot der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung in Kooperation mit allen Bundesländern und kommunalen sowie freien Trägern der Jugendhilfe. Die Beratung ist anonym, kostenfrei und natürlich datensicher.

1. Persönliche Beratung

Egal, ob es um Zeugnisstress mit den Eltern geht, die eigenen Ansprüche oder generell Ärger in der Schule, die Beraterinnen und Berater unterstützen Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung ihrer persönlichen Probleme. Dabei kann man wählen zwischen

2. Zeugnischat

Eine weitere Möglichkeit, über Probleme zu schreiben und sich mit anderen auszutauschen, bieten die Gruppenchats der bke-Jugendberatung.

Am Donnerstag, 3. Februar 2022, um 15 Uhr findet hier aus gegebenem Anlass auch ein spezieller Zeugnischat statt.

Wichtig: Bei den Gruppenchats ist die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt. Wer gerne daran teilnehmen möchte, musst sich vorher auf der Seite der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung registrieren – mindestens eine Stunde vor Chatbeginn. Dann kann man zum Startzeitpunkt direkt dem Chat beitreten. 

3. Forum für Jugendliche

Rund um die Uhr mitdiskutieren und sich mit anderen austauschen, das geht im Jugendforum, das die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung anbietet. Die Beraterinnen und Berater begleiten die einzelnen Themen, achten auf einen respektvollen Umgang und suchen gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Lösungen.