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Bio-Weihnachtsbäume – so erkennst du sie

Feiern ohne Weihnachtsbaum? Für 90 Prozent aller Familien hierzulande undenkbar. Die Umweltschutzorganisation Robin Wood informiert, worauf du beim Kauf achten solltest, wenn du auf Bio-Weihnachtsbäume und Nachhaltigkeit Wert legst.

Oh Tannenbaum …

Sie sind das Herz- und Schmuckstück jeder Weihnachtsfeier: Tannenbäume. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 28 Millionen davon verkauft, zehn Prozent davon stammen aus unseren Nachbarländern wie Dänemark, Österreich, Tschechien oder Polen. Diese Zahlen hat Robin Wood, die gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt, aktuell veröffentlicht – und sich die Bedingungen, unter denen die Tannenbäume gepflanzt und gezogen werden, mal genauer angeschaut.

Pestizide, Dünger und die Umwelt

Tatsächlich gibt es bei den herkömmlichen Weihnachtstannenbäumen ein Problem: Sie stammen aus Plantagen, wo sie mit Dünger und Pestiziden behandelt werden. Diese Mittel belasten aber sowohl das Grundwasser und die Böden und sind oft schädlich für Tiere – vor für allem Insekten.

Deshalb empfiehlt Robin Wood beim Weihnachtsbaumkauf die Augen offenzuhalten und bei Forstbetrieben oder Weihnachtsbaumkulturen zu schauen, die nach klaren ökologischen Regeln wirtschaften. Dazu zählen Öko-Landwirtschaftsbetriebe, deren Zertifizierungsverband dem „Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft“ (BÖLW) angeschlossen ist. Diese „Bio-Weihnachtsbäume“ erkennst du an folgenden Siegeln:

  • Bioland
  • Demeter
  • Naturland
  • Biokreis
  • Bio-Siegel der Europäischen Union

Immer mehr Betriebe für Bio-Weihnachtsbäume

Die Nachfrage nach ökologisch zertifizierten Weihnachtsbäumen hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen – wenn auch auf sehr niedrigem Niveau. Gab es 2014 nur rund 100 Verkaufsplätze deutschlandweit, sind es mittlerweile 800. Der Marktanteil an Öko-Weihnachtsbäumen liegt aber nur bei 0,6 Prozent!

Im Länder-Ranking hat Bayern mit rund 200 Verkaufsstellen die Nase vorn, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (160) und Baden-Württemberg (130). Robin Wood hat eine Liste mit den Verkaufsstellen veröffentlicht.

Rent a Weihnachtsbaum

Eine Alternative zu Bio-Weihnachtsbäumen bieten manche Förstereien oder Gärtnereien an. Dort kannst du dir vor dem Fest einfach einen Baum im Topf ausleihen oder liefern lassen. Den gilt es dann gut zu hegen und zu pflegen – und nach dem Fest wieder zurück zu bringen. Die gemieteten Bäume werden dann wieder eingepflanzt. Einfach mal googeln, welche Möglichkeiten es in deine Nähe gibt.

Schöne Weihnachten

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