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Anderen helfen ist gesund

Anderen helfen: Das ist vielen Menschen eine Herzensangelegenheit – nicht nur zu Weihnachten. Sich selbst tut man damit übrigens auch etwas Gutes. Denn wer andere unterstützt, stärkt die eigene Gesundheit.

Vom Geist der Weihnacht

Weihnachten ist traditionell das Fest der Liebe und der Fürsorge. Und so lassen sich viele Menschen von der besonderen Stimmung in der Weihnachtszeit anstecken und tun anderen etwas Gutes. Die einen spenden Geld für Menschen in Not oder soziale Projekte, die anderen packen Päckchen für bedürftige Kinder, wieder andere kümmern sich um bedrohte Tiere oder backen mit der alleinstehenden Nachbarin Weihnachtsplätzchen.

Anderen helfen macht glücklich

Wer es selbst schon mal ausprobiert hat, weiß: Anderen helfen – das kostet vielleicht ein bisschen Zeit und Energie, macht aber glücklich und zufrieden. Und das sogar langfristig. Eine Berliner Studie aus dem Jahr 2016 belegt: Wer sich sozial engagiert, fühlt sich bis ins hohe Alter wohler – und zwar unabhängig von der eigenen Gesundheit oder anderen Faktoren wie etwa dem Bildungsgrad.

Auch andere Untersuchungen belegen den Zusammenhang von Zufriedenheit und sozialem Engagement. Manche Fachleute kommen sogar zu dem Ergebnis, dass Menschen, die anderen helfen, länger leben.

Freiwilliges Engagement

Ob im Breitensport, in der Kultur, im Umwelt- und Naturschutz oder im sozialen Bereich: Gelegenheiten, etwas für die Gemeinschaft zu tun, gibt es viele – auch jenseits von Weihnachten. Und die ergreifen viele Menschen hierzulande gern. So zeigt der Freiwilligensurvey 2021, dass sich 39,7 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern ehrenamtlich engagieren. Männer sind dabei übrigens ebenso engagiert wie Frauen. Am stärksten ausgeprägt ist das Engagement bei den 30- bis 49-Jährigen mit 44,7 Prozent.

Anderen helfen, stärkt die Gesundheit

Wie gesund es sein kann, andere Menschen zu unterstützen, zeigt auch eine Studie aus den USA. Forschende von der Ohio State University konnten nachweisen, dass Menschen, die anderen helfen, geringere Entzündungswerte im Blut hatten.

Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer, die bei einer Befragung angegeben hatten, viel Zeit zu investieren, um Familie oder Freunden zu helfen, hatten bei einer Untersuchung zwei Jahre später weniger von dem Entzündungsmarker Interleukin-6 im Blut.

Zum Hintergrund: Ein höherer Interleukin-6-Spiegel ist mit einem größeren Risiko für viele Krankheiten verbunden, darunter auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.

Helfen als Anti-Stress-Programm

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass Menschen Beziehungen zu anderen als besonders lohnend und stressabbauend empfinden, wenn sie das Gefühl haben, Unterstützung geben zu können. Das könnte in der Folge auch chronische Entzündungen reduzieren.

Erste Ergebnisse deuten übrigens darauf hin, dass der positive Nebeneffekt des Helfens bei Frauen stärker ausgeprägt ist als bei Männern. Was womöglich daran liegen könnte, dass Frauen sozialen Beziehungen generell mehr Bedeutung beimessen.

Also, worauf wartet ihr noch? Tut euch und euren Nächsten etwas Gutes! Davon profitieren dann alle. Frohe Weihnachten!