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Vorlesetag 2021


Kindern vorzulesen ist wichtig für ihre Entwicklung. Die Kleinen brauchen das Abtauchen in fantastische Welten. Die aktuelle Vorlesestudie geht anlässlich des bundesweiten Vorlesetags am 19. November der Frage nach, wie das Vorlesen in Kitas verankert ist. Daraus lassen sich Tipps für Eltern und andere Vorleserinnen und Vorleser ableiten.

Vorlesen ist ein festes Ritual in Kitas

In fast allen Kitas in Deutschland gehört Vorlesen zum festen Tagesablauf. Das geht aus der aktuellen Vorlesestudie hervor: 98 Prozent der dafür befragten pädagogischen Fachkräfte geben an, dass sie den Kindern zwischendurch vorlesen, wenn sich eine Gelegenheit ergibt. 85 Prozent veranstalten sogar spezielle Vorlese-Aktionen.

Das Vorlesen kann laut den Befragten unterschiedliche Funktionen im Kita-Alltag erfüllen:

  • Viele setzen es als Ritual ein, etwa vor der Mittagspause.
  • Andere nutzen es gezielt in bestimmten Situationen, beispielsweise um Kinder zu beruhigen, die sich gestritten haben.
  • Ebenso wird vorgelesen, während die Kinder etwas anderes machen wie basteln oder spielen.
  • In über der Hälfte der Einrichtungen gibt es regelmäßige Zeiten, zu denen die Kinder Geschichten vorgelesen bekommen.

Vorlesestudie 2021

Für die Vorlesestudie 2021 wurden 507 pädagogische Fachkräfte in Kitas befragt – telefonisch und online. Die Daten wurden vom 4. Mai bis zum 11. Juni erhoben. Die ausgewählten Kitas gelten als repräsentativ für die Einrichtungen in Deutschland.

Die Vorlesestudie erscheint jährlich begleitend zum bundesweiten Vorlesetag. Er findet dieses Jahr am 19. November 2021 statt. Das Motto lautet Freundschaft und Zusammenhalt. Der bundesweite Vorlesetag wird seit 2004 jährlich veranstaltet als gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung.

Vorlesen nicht nur am Vorlesetag

Es scheint wichtig, dass Kitas die Kinder an Bücher, Geschichten und ans Lesen heranführen. Denn die Daten der Vorlesestudie aus dem vergangenen Jahr zeigen: Rund ein Drittel der Eltern in Deutschland liest ihren Kindern selten oder nie vor. Einigen fehlt die Zeit, andere trauen es sich nicht zu. Viele Eltern sind zudem der Meinung, dass ihren Kindern an anderen Orten schon genug vorgelesen wird. Sie setzen dabei vor allem auf die Kitas.

Vorlesen erfüllt unterschiedliche Bedürfnisse

Alle für die aktuelle Vorlesestudie Befragten berichten, dass Kinder auch von sich aus den Wunsch äußern, vorgelesen zu bekommen. Das Kitapersonal sieht dafür vor allem folgende Gründe:

  • Spaß und Lust auf Geschichten
  • Chance, auf Zeit mit einem Betreuer oder einer Betreuerin allein
  • Lust, mehr über ein Thema zu erfahren
  • Suche nach Ruhe und Trost
  • Langeweile und Suche nach Unterhaltung

Kitapersonal ermuntert Eltern zum Vorlesen

Laut der Vorlesestudie werden in den Kitas durchweg gedruckte Bücher eingesetzt. Diese können die Kinder demnach auch alleine nutzen, wann immer sie mögen. Digitale Angebote wie Tablets mit Vorlese-Apps ergänzen das Angebot in etwa jeder zweiten Kita.

In neun von zehn Kitas versuchen die Fachkräfte nach eigenen Angaben die Eltern für das Vorlesen zu begeistern. Etwa indem sie darüber bei Elternabenden sprechen, auf Bibliotheken hinweisen oder Hinweise auf Vorleseangebote bereithalten. Über ein Drittel der Einrichtungen erreicht die Eltern auch über Angebote der Familienhilfe.