Kategorien
#Gesund essen

Kürbis: Alles über den vielseitigen Herbstklassiker

Endlich hat Kürbis wieder Saison. Was du mit Kürbissen alles machen kannst, welche Sorten besonders beliebt sind und wie du Kürbisse selbst anbaust, erfährst du hier.

Beliebte Kürbissorten und ihre Verwendung

Was als typisches Herbstgemüse bekannt ist, ist eigentlich gar kein Gemüse, sondern eine Beerenfrucht. Seiner vielseitigen Verwendung tut das aber keinen Abbruch. Denn Kürbis schmeckt in zahlreichen Varianten. Darüber hinaus ist er auch noch gesund, wird regional angebaut und an Halloween zum gruseligen Hingucker.

Weltweit gibt es circa 800 Kürbissorten, 200 sind essbar. Im Handel gibt es davon leider nur einen Bruchteil zu kaufen. Allerdings werden 87 Prozent der in Deutschland verkauften Kürbisse auch hierzulande angebaut. Es lohnt sich also beim Bauern in der Nähe nach Raritäten Ausschau zu halten. Die folgenden Sorten zählen zu den beliebtesten essbaren Kürbissen in deutschen Küchen.

Kürbis: Hokkaido
Quelle: stock.adobe.com | Henrike

Hokkaido

Aussehen: Rund und etwa handballgroß. Hierzulande gibt es vor allem die orange-roten Sorten mit orangenem Fruchtfleisch. Es gibt ihn aber auch mit grüner oder grauer Schale sowie mit grau-grüner Schale und braunem Fruchtfleisch
Geschmack: fruchtig, nussig
Zubereitung & Verwendung: Der Hokkaido kann mit Schale verarbeitet werden. Er schmeckt in Suppen, angebraten auf Salat oder gebacken aus dem Ofen.

Kürbis: Spaghettikürbis
Quelle: stock.adobe.com | Cornelia Pithart

Spaghettikürbis

Aussehen: Längliche, ovale Fruchtform. Es gibt Sorten mit hellgelber sowie gelb-grüner oder gelb-brauner Schale mit Längsstreifen. Das Fruchtfleisch ist hellgelb.
Geschmack: nussig-mild, ähnlich wie Zucchini
Zubereitung & Verwendung: Woher er seinen Namen hat, zeigt sich, wenn man ihn in kochendem Wasser gart und dann halbiert: Das Fruchtfleisch zerfällt in faserige „Spaghetti“ und lässt sich auch so weiterverarbeiten – zum Beispiel als Gemüsepasta mit Soße oder überbacken als Gratin.

Kürbis: Butternut
Quelle: stock.adobe.com | juniart

Butternut

Aussehen: Birnenförmig, beige Schale und oranges Fruchtfleisch.
Geschmack: buttrig, leicht nussiges Aroma
Zubereitung & Verwendung: Der Butternut-Kürbis hat wenige Kerne und viel Fruchtfleisch. Die feste Schale kann mitgegessen werden, wenn er zum Beispiel im Ofen gebacken wird. Für Pürees, Suppen oder Risottos den Butternut besser schälen.

Kürbis: Muskatkürbis
Quelle: stock.adobe.com | normankrauss

Muskatkürbis

Aussehen: Muskatkürbisse sind rund und haben meist eine gerippte Schale. Es gibt sie in zahlreichen Farben. Eins haben alle gemeinsam: Sie sind echte Schwergewichte. Einige Sorten können bis zu 25 Kilo schwer werden.
Geschmack: würzig
Zubereitung & Verwendung: Wegen seiner Größe gibt es ihn häufig geschnitten zu kaufen. Geschält wird er meistens in Suppen verwendet. Das Fruchtfleisch ist aber auch optimal für Kürbiskuchen oder als Teigzutat für Kürbisgnocchi. Außerdem kann er als Kompott oder saures Gemüse eingelegt werden.

Kürbis: Bischofsmütze
Quelle: stock.adobe.com | Martina

Bischofsmütze

Aussehen: Flache, gerippte Fruchtform mit einer aufgesetzten „Haube“. Orange, grün oder weiß sind die typischen Farben. Oft ist er auch gestreift und hat pockenähnliche Auswüchse.
Geschmack: fruchtig, nussig
Zubereitung & Verwendung: Er wird ohne Schale verarbeitet. Das cremige Fruchtfleisch schmeckt in Suppen besonders lecker. Den ausgehöhlten Kürbis kannst du auch als Suppenschüssel verwenden oder mit weiteren Zutaten gefüllt im Ofen überbacken.

Wie gesund ist Kürbis?

Kürbisse schmecken nicht nur gut, sie sind auch gesund. Mit nur 25 Kalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch zählen sie zu den kalorienarmen Gemüsen. Sie bestehen zu etwa 90 Prozent aus Wasser, ähnlich wie Gurken und Melonen.

Voller Carotinoide

In Kürbissen stecken viele Carotinoide, die übrigens für die orange Farbe von vielen Kürbissen verantwortlich sind. Das bekannteste ist Beta-Carotin. Der Körper bildet daraus Vitamin A. Es ist wichtig für die Augen und unterstützt die Abwehrkräfte. Außerdem hält Vitamin A Haut und Schleimhäute gesund und stärkt damit die natürliche Barrieren, die Bakterien und Viren blocken. Im Hokkaido-Kürbis stecken besonders viel Beta-Karotin, Vitamin C und Vitamin B6. Die drei halten das Immunsystem fit.

Vitamintipp für die Küche: Verwendet die Kochflüssigkeit mit – das passiert in Suppen sowieso, darauf könnt ihr aber auch bei Soßen und beim Dünsten von Kürbis achten. Dann gehen weniger Vitamine verloren.

Wichtige Mineralstoffe

Kürbisse enthalten viele Mineralstoffe – in größeren Mengen ist Kalium vorhanden. Kalium wird für den Wasserhaushalt im Körper gebraucht und ist für die Nervenbahnen wichtig. Eine Untersuchung an der Universität Hohenheim ergab, dass Kürbis außerdem Eisen und Zink enthält. Eisen ist wichtig für die Blutbildung und Sauerstoffversorgung des Körpers. Zink stärkt das Immunsystem.

Sättigende Ballaststoffe

Kürbisse liefern wertvolle Ballaststoffe. Diese machen satt, halten den Darm in Schwung und sind für alle empfehlenswert, die abnehmen wollen. Und last not least senken Ballaststoffe das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Hokkaido enthält übrigens von allen Kürbissorten die meisten Ballaststoffe

Kürbis zubereiten

Kürbis: Marktstand mit verschiedenen Kürbissorten
Quelle: istockphoto.com | golero

Kürbis ist ein wahres Multi-Talent in der Küche. Kaum ein Gemüse lässt sich so unterschiedlich zubereiten – schon allein wegen der großen Sortenzahl. Ein Klassiker ist Kürbissuppe, doch das Herbstgemüse macht auch auf dem Bachblech oder in der Nudelsoße eine gute Figur. Wir haben einige Vorschläge für euch zusammengestellt.

7 leckere Zubereitungsideen

  1. Als Suppe: Gedünstet mit gewürfelten Kartoffeln, kleingeschnittener Zwiebel und Gemüsebrühe, anschließend pürieren und mit Sahne und Gewürzen abschmecken.
  2. Als Eintopf: In Stücke geschnitten, gedünstet mit anderen Gemüsesorten wie Tomaten, Karotten und Zucchini.
  3. Auf dem Backblech: In Spalten geschnitten, mit Öl beträufelt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und im heißen Ofen bei 180 Grad für 20 bis 30 Minuten gegart.
  4. Als Kuchen: Pumpkin-Pie – der traditionelle amerikanische Kürbiskuchen. Übrigens der Lieblingskuchen von Harry Potter.
  5. Im Salat: Grob geraspelt bringt roher Kürbis Farbe in den Salat. Im Ofen gebackene Kürbisspalten schmecken auch lecker auf einem gemischten Salat.
  6. Zu Pasta: Knackig gedünstet Kürbiswürfel passen sehr gut in eine Tomatensauce.
  7. Als Beilage: Gedünstet mit anderen Gemüsesorten oder Apfel, mit etwas Apfelessig abgeschmeckt. Passt zu gebackenen Kartoffelspalten oder gebratenem Fleisch.

5 leckere Kürbisrezepte

Kürbis-Kartoffel-Taler mit Lachs

Kürbis-Kartoffel-Taler mit Lachs
Quelle: wdv | Frank Weinert

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 Handvoll gemischte Kräuter, (zum Beispiel Kresse, Schnittlauch, Petersilie, Basilikum)
  • 300 g Butternut-Kürbis
  • 200 g Kartoffeln
  • 1 Ei
  • 1 EL Mehl
  • Jodsalz, Pfeffer, etwas Liebstöckel (gemahlen)
  • 2 EL Rapsöl
  • 150 g saure Sahne
  • 150 g Räucherlachs

So wird’s gemacht:

  1. Kräuter abwaschen, trocken schütteln und fein hacken. Butternut-Kürbis mit einem Riffelmesser (zum Beispiel Brotmesser) vierteln. Kerne entfernen und großzügig schälen.
  2. Kartoffeln ebenfalls schälen und beides grob reiben. Mit einem Ei und 1 EL Mehl mischen und mit Salz, Pfeffer und Liebstöckel abschmecken.
  3. Die saure Sahne ebenfalls mit etwas Salz würzen und die gehackten Kräuter untermischen.
  4. Die Taler mit wenig Öl in einer beschichteten Pfanne braten.  Mit saurer Sahne und Lachs servieren.

Pro Person: 13 g Eiweiß, 19 g Fett, 15 g Kohlenhydrate, 276 Kalorien
Schwierigkeitsgrad: einfach

Tipp: Die Taler sind eine leckere Vorspeise oder eine kleine Mahlzeit. Zum Sattwerden einfach die Zutaten verdoppeln.

Kürbis-Kichererbsen-Eintopf mit Feta

Kürbis: Kürbis-Kichererbsen-Eintopf mit Feta
Quelle: wdv

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g Hokkaido-Kürbis
  • 150 g Lauch
  • 1 Dose Kichererbsen (310 g)
  • 4 EL Olivenöl
  • 500 ml Gemüsebrühe, 1 EL Balsamicoessig,
  • Jodsalz, Pfeffer
  • 200 g Feta, 2–3 EL Grieß

So wird’s gemacht:

  1. Kürbis waschen, putzen, mit Schale in ca. 3 cm große Stücke schneiden. Lauch waschen, putzen, das Weiße fein würfeln, das Grüne in Stücke schneiden. Kichererbsen in ein Sieb geben, abspülen und abtropfen lassen.
  2. Weiße Lauchwürfel und Kürbis in 2 EL Olivenöl andünsten, Gemüsebrühe angießen, ca. 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Lauchgrün und Kichererbsen zugeben, ca. 10 Minuten weitergaren, bis die Kürbisstücke weich, aber noch bissfest sind.
  3. Kürbiseintopf mit Balsamicoessig, Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Feta in Stücke schneiden, in Grieß wenden und in einer beschichteten Pfanne in restlichem Olivenöl (2 EL) von beiden Seiten goldgelb braten.
  5. Kürbiseintopf in Teller füllen. Feta darauf anrichten.

Pro Portion: 15 g Eiweiß, 24 g Fett, 23 g Kohlenhydrate, 380 kcal/1589 kJ
Zubereitungszeit: 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: einfach

Tipp: 1/2 Peperonischote in dünne Ringe schneiden und über den gebratenen Feta

Kürbis-Flammkuchen

Kürbis-Flammkuchen
Quelle: wdv | Frank Weinert

Zutaten für 4 Personen:

  • 200 g Mehl
  • 1 EL Öl
  • 110 ml Wasser
  • Jodsalz
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1/2 Hokkaido-Kürbis
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 100 g Schmand
  • Pfeffer

So wird’s gemacht:

  1. Aus Mehl, Öl, 1 TL Salz und Wasser einen Teig kneten.
  2. Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Halbmonde schneiden. Den Hokkaido waschen, Kerne entfernen und ebenfalls in feine Halbmonde schneiden.
  3. Rosmarin abspülen, trocken schütteln und Nadeln abzupfen. Schmand mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
  4. Teig dünn auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen. Mit Schmand bestreichen, mit Kürbis- und Zwiebelspalten belegen. Rosmarinnadeln darüberstreuen.
  5. Im vorgeheizten Backofen auf 200 Grad etwa 15 Minuten backen.

Pro Portion: 7 g Eiweiß, 8 g Fett, 44 g Kohlenhydrate, 292 kcal/1.222 kJ
Zubereitungszeit: 45 Minuten (inklusive Backzeit)
Schwierigkeitsgrad: mittel

Tipp: Dazu passt ein grüner Salat mit Birnen und Nüssen.

Spaghetti mit Kürbissoße

Kürbis: Spaghetti mit Kürbissoße
Quelle: stock.adobe.com | Barbara Spaggiari

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 Knoblauchzehe, 2 Schalotten oder 1 kleine Zwiebel
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • 600 g Kürbisfruchtfleisch (ca. 800 g ungeputzt)
  • 2 EL Rapsöl
  • 400 ml Gemüsebrühe, ½ TL Stärke
  • 100 g Sahne, Jodsalz, Pfeffer, Muskat
  • 400 g Spaghetti

So wird’s gemacht:

  1. Knoblauch und Schalotte schälen, sehr fein würfeln. Paprikaschote putzen und klein schneiden. Kürbisfruchtfleisch in etwa 1 cm große Würfel schneiden.
  2. Knoblauch, Schalotte, Paprika in Öl ca. 10 Minuten dünsten. Kürbis dazugeben. Gemüsebrühe dazugeben, Pfanne schließen, Kürbis etwa 10 bis 15 Minuten köcheln lassen
  3. In der Zwischenzeit Spaghetti kochen.
  4. Stärke und Sahne verquirlen, zum Gemüse geben, aufkochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mit den Spaghetti vermischen.

Pro Person: 17 g Eiweiß, 10 g Fett, 87 g Kohlenhydrate, 531 kcal/2225 kJ
Zubereitungszeit: 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: einfach

Tipp: Aromatisch soll der Kürbis sein und nicht sofort beim Kochen zerfallen. Gut geeignet sind Muskatkürbis, Butternuss oder Hokkaido. Dazu schmeckt auch Parmesan.

Kürbiscurry

Kürbiscurry
Quelle: wdv

Zutaten für 4 Personen:

  • 200 g Basmati-Vollkornreis
  • Jodsalz,
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Paprikaschoten (rot, gelb),
  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
  • frischer Ingwer (ca. 2 cm), 1/2 Bund glatte Petersilie,
  • 1 EL Rapsöl, 2 TL Currypulver
  • 400 ml Kokosmilch

So wird’s gemacht:

  1. Basmati-Vollkornreis nach Packungsanleitung in gesalzenem Wasser garen.
  2. Zwiebeln schälen, in dünne Spalten schneiden. Paprika waschen, putzen und klein schneiden. Kürbis waschen, Kerne entfernen. Kürbis samt Schale in kleine Stücke schneiden. Ingwer schälen, fein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln und klein schneiden.
  3. Zwiebeln und Ingwer in Rapsöl andünsten. Gemüse kurz mitbraten, mit Currypulver und etwas Salz würzen. Kokosmilch angießen und alles ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Kürbiscurry mit Petersilie bestreut auf dem Reis anrichten.

Pro Portion: 9 g Eiweiß, 23 g Fett, 49 g Kohlenhydrate, 449 kcal/1.881 kJ
Zubereitungszeit: 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: einfach

Tipp: Vollkornreis enthält mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe als weißer Reis.

Richtig würzen

Speisekürbisse bestechen durch einen milden süßlichen Geschmack. Dazu passen kräftige Gewürze. Ausprobieren lohnt sich. Hier einige Ideen:

  • Deftig-pikant: Dill, Borretsch, Thymian und Koriander
  • Asiatisch: Ingwer, Curry, Knoblauch, Kokos
  • Aromatisch-süßlich: Vanille und Zimt
  • Fruchtig: Apfelstücke mitdünsten, Orangensaft zufügen, Ananasstücke

Kürbisse pflanzen und ernten: so geht’s  

Jeder Hobbygärtner hat sich sicherlich schon mal gefragt, ob man die Kerne des Hokkaido einpflanzen kann, um so seinen eignen Kürbis zu ernten. Mit einem eigenen Garten oder einem kleinen Beet im Hof kannst du das leckere Herbstgemüse auf jeden Fall selbst anbauen. Das musst du dabei beachten:

Kürbis pflanzen

Kürbis: Kleine Pflanze in einem Anzuchttopf
Quelle: istockphoto.com | darrya

Kürbis lässt sich direkt aus Samen ziehen. Setze dabei aber auf Saatgut aus dem Handel. Damit kannst du sicher sein, dass die Pflanze gut gedeiht, Früchte ausbildet und diese nicht bitter werden. Bei Samen aus einem gekauften Kürbis, zum Beispiel Hokkaido, hast du diese Garantie nicht. Ab Mitte April können die Saatkörner im Gewächshaus, Frühbeet oder im Haus auf der Fensterbank vorgezogen werden. Die jungen Kürbispflanzen können dann ab Mitte Mai ins Beet. Alternativ funktioniert auch die direkte Aussaat ins Beet, wenn es keinen Nachtfrost mehr gibt. Wichtig sind außerdem:

  • ein sonniger, warmer Standort
  • nährstoffreicher Boden, zum Beispiel mit eingearbeitetem Kompost oder direkt auf dem Komposthaufen
  • ein Abstand zu anderen Pflanzen von circa 1,50 Meter

Tipp: Reifen die Früchte heran und werden größer, dann leg Stroh oder ein Brett unter den Kürbis. Das verhindert, dass die Frucht an der Unterseite fault.

Kürbis ernten

Mann erntet einen Kürbis
Quelle: stock.adobe.com | industrieblick

Es dauert circa drei bis vier Monate bis die Früchte reif sind. Die Erntezeit geht von August bis Oktober. Spätestens vor dem ersten Frost musst du dann die letzten Riesenbeeren ernten. So erkennst du, ob sie reif sind:

  • Die Schale ist der Sorte entsprecht intensiv gefärbt.
  • Der Stielansatz ist trocken, hart und verholzt.
  • Mach den Klopftest. Klingt der Kürbis hohl, dann ist er reif.

Bei der Ernte den Kürbis mit Stielansatz abschneiden und vor Verzehr noch circa drei Wochen lagern, um ihn nachreifen lassen. Das geht im Haus oder draußen im Garten, ideal sind Temperaturen um die 20 Grad. Die Ernte ist zu üppig ausgefallen? Keine Panik, die Früchte sind viele Monate lagerfähig.

Kürbisse: Was du noch wissen musst

Kürbis: Verschiedene Kürbissorten
Quelle: istockphoto.com | Andrey Danilovich

Welchen Kürbis kann man mit Schale essen?

Prinzipiell kannst du bei den meisten essbaren Kürbissen auch die Schale essen. Oft ist diese aber sehr hart und benötigt eine längere Garzeit als das Fruchtfleisch. Kürbisse mit einer dünnen Schale lassen sich hingegen gut samt Außenhaut verarbeiten. Dazu gehören vor allem Hokkaido, Delicata und Sweet Dumpling. Auch junge Pattison- und Schlangenkürbisse können mit Schale gegessen werden.

Kann man die Kürbiskerne vom Hokkaido trocknen?

Ja, das geht. So funktioniert‘s: Entkerne den Hokkaido und reibe mit einem Küchenpapier das Fruchtfleisch von den Kernen ab. Dann wäschst du die restlichen Pflanzenfasern mit Wasser ab. Das geht am besten in einem Sieb. Die Kerne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 180 Grad (Ober- und Unterhitze) im vorgeheizten Backofen circa 20 Minuten rösten. Zwischendurch wenden. Auskühlen lassen und Schale knacken. Übrigens: Das kannst du auch mit jeder anderen Kürbissorte machen.

Sind Zierkürbisse giftig?

Zierkürbisse sind ungenießbar.und eignen sich nur zur Deko. Sie enthalten sogenanntes Cucurbitacin. Ein Bitterstoff der Vergiftungserscheinungen wie Durchfall oder Erbrechen auslöst. In großen Mengen kann dieser Bitterstoff sogar tödlich sein. Zu den nicht essbaren Sorten gehören unter anderem: Ball Orange, der bizarr geformte Autumn Wings oder der Kronenkürbis Shenot Crowns. Zierkürbisse sind auch daran zu erkennen, dass sie sehr hart sind und nur wenig Fruchtfleisch enthalten.

Welcher Kürbis eignet sich zum Schnitzen für Halloween?

Für gruselige Halloween-Gesichter eignen sich am besten Kürbisse mit einer dünnen Schale, wie der Hokkaido oder der Ghost Rider. Ansonsten ist der Jack O’Lantern der Klassiker unter den Halloweenkürbissen. Alle drei Sorten sind essbar. Das ausgehöhlte Fruchtfleisch kannst du also bedenkenlos in der Küche weiterverarbeiten.

Kann man Kürbis roh essen?

Ja, essbare Kürbisse kannst du grundsätzlich auch roh essen. Wirklich schmackhaft sind dabei aber vor allem die kleinen Exemplare wie Sweet Dumpling, Fairy, Delicata, Eightball oder Pattison. Und ganz klar: auch der Alleskönner Hokkaido schmeckt als Rohkost im Salat.

Wie lange ist Kürbis haltbar?

Unbeschädigte Kürbisse sind sehr lange haltbar. Hokkaido und Butternut bis zu sechs Monate. Der Muskatkürbis sogar bis zu einem Jahr. Der Pattison ist hingegen nur wenige Wochen haltbar. Angeschnittenen Kürbis empfiehlt das Bundeszentrum für Ernährung nur zwei Tage im Kühlschrank aufzubewahren. Dabei die Schnittfläche abdecken und die Kerne entfernen.

Wie wird Kürbis gelagert?

Kürbis immer nur mit Stiel lagern. Ist der Stielansatz abgeschnitten, dann schimmelt der Kürbis an dieser Stelle. Um ihn lange haltbar zu machen, sollte er kühl und trocken lagern. Am besten im Keller bei ungefähr 12 Grad.