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Gewicht halten in Corona-Zeiten

Weniger Bewegung, außerdem ständig zu Hause und der Kühlschrank stets in Reichweite. Wer jetzt nicht aufpasst, hat schnell ein paar Kilos mehr auf den Rippen. Unsere zehn Tipps helfen dir, dein Gewicht zu halten.

Die lästigen Corona-Kilos

Gewicht halten und nicht zunehmen: Das war schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr eine echte Herausforderung. Und diesmal ist es noch schlimmer. Denn bald beginnt die Adventszeit. Und spätestens dann lauern die süßen Versuchungen in Form von Lebkuchen, Plätzchen und Schokolade wirklich überall. Gleichzeitig wird es draußen immer früher dunkler und das Wetter lädt auch nicht gerade zum Sportmachen im Freien ein.

Gewicht halten: Was ist das Problem?

Um den Lockdown und die Vorweihnachtszeit ohne unnötige Speckpölsterchen zu überstehen, lohnt sich zunächst ein kritischer Blick auf das eigene Bewegungs- und Essverhalten.

Bewegungsmangel und Frustessen

Wegen der Corona-Pandemie fehlt uns aktuell wieder die tägliche Bewegungsroutine zwischen Familie, Job und Freizeit – vom regelmäßigen Training im Studio oder im Verein ganz zu schweigen.

Hinzu kommt die seelische Belastung, weil wir uns Sorgen um unsere Gesundheit und die unserer Lieben machen, weil die Existenz auf der Kippe steht oder das Alleinsein nervt. Essen aus Frust, Langeweile oder zum Trost ist dann eine willkommene Ablenkung.

Zu viele Fertigprodukte

Restaurants sind geschlossen, auch Kantinen und Mensen haben zum Teil den Betrieb eingestellt. Das bedeutet für viele von: weniger unterwegs essen und mehr selbst kochen. Und das kann zu einer echten Herausfoderung werden, denn täglich ein frisches Essen auf den Tisch zu zaubern, ist nicht jedermanns Sache.

Kein Wunder, dass sich viele Deutsche in der Krise nicht optimal ernähren. Laut Lebensmittelzeitung landeten während der ersten Corona-Welle neben Mehl und Brotbackmischungen besonders viele Fertiggerichte im Einkaufswagen. Sogenannte Fixprodukte wie Tütensuppen oder Würzmischungen waren ebenfalls sehr gefragt – alles Artikel, in denen viel Zucker, Fett und Salz stecken kann.

Lieber frisch und gesund

Ernährungsexperten wissen: Grundsätzlich ist es kein Drama, in Ausnahmesituationen mal etwas mehr zu essen oder zum Fertigprodukt zu greifen. Wer jedoch mit frischen Lebensmitteln selbst kocht, ernährt sich in der Regel gesünder und isst insgesamt weniger Süßigkeiten und Snacks, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrem letzten Ernährungsbericht.

Gesund essen

In unserer Rubrik Ernährung erfährst du, worauf du achten musst, wenn du gesund und ausgewogen essen möchtest. Die passenden Rezepte dazu findest du dort auch!

Gewicht halten: So geht’s!

Die folgenden zehn Tipps helfen dir dabei, dein Gewicht trotz Homeoffice und Kontaktbeschränkungen zu halten:

  1. Essenszeiten festlegen. Ideal sind drei bis fünf Mahlzeiten am Tag, um nicht den ganzen Tag über zu futtern. Das hilft dir auch, die Tageskalorien im Blick zu behalten.
  2. Kleinere Portionen essen. Wer sich weniger bewegt, verbraucht auch weniger Kalorien. Fallen Arbeitsweg, Freizeitaktivitäten und Fitnessstudio weg, kann das ein Unterschied von bis zu 400 Kilokalorien sein.
  3. Regelmäßig bewegen. Wer sich beim Essen nicht einschränken will, muss den Bewegungsmangel ausleichen. Ganz wichtig: Die Art der Bewegung sollte dir Spaß machen. Das Home-Workout, der tägliche Spaziergang oder die regelmäßige Joggingrunde helfen gleichermaßen gegen ungeliebte Fettpölsterchen.
  4. Nicht vorm Bildschirm essen. Was in der Mittagspause im Job gilt, hat auch Zuhause seine Berechtigung. Wer beim Essen vorm Computer oder Fernseher hockt, ist abgelenkt und spürt kein Sättigungsgefühl. Das haben Wissenschaftler der Universität Bristol herausgefunden. Die Folge: Man isst zu viel.
  5. Keine Hamsterkäufe. Plane deinen Einkauf und überlege schon zu Hause, was du die kommenden Tage essen willst. So landet nicht zu viel im Einkaufswagen und du fühlst dich nicht gezwungen, alles aufzuessen.
  6. Für Abwechslung im Alltag sorgen. Wer aus Langeweile isst, braucht Programm. Telefoniere mit Freunden, lies, mach Musik oder unternimm eine Entdeckungstour im nahe gelegenen Wald.
  7. Stressessen vermeiden. Überlege, warum du immer wieder zum Kühlschrank gehst. Gegen Stress und Anspannung helfen ein Spaziergang, ein entspannendes Bad oder eine virtuelle Yogastunde.
  8. Mit frischen Zutaten selbst kochen. So hast du es in der Hand, was du isst und vermeidest versteckte Zucker und Fette aus Fertiggerichten. Ideal und ausgewogen sind Mahlzeiten mit reichlich Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Ab und zu dürfen auch Fisch oder Fleisch auf dem Speiseplan stehen.
  9. Einfache Rezepte kochen. Mach es dir leicht. Einfache Gerichte mit wenigen Zutaten sparen Zeit und gelingen auch ungeübten Köchen. So bereiten Mittagessen & Co. zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung nicht noch zusätzlich Stress.
  10. Fertiggerichte gesund ergänzen. Manchmal muss es einfach schnell gehen. Doch auch Fertiggerichte kannst du pimpen und gesünder machen. Tiefgekühlte Erbsen, Bohnen oder Möhren sind eine prima Ergänzung in der Tütensuppe. Und auf der Fertigpizza sorgen frische Paprika und dünne Zucchinischeiben für eine Extraportion Vitamine.